.: Karlsbande Ultras :.
 
Die Karlsbande wünscht ein frohes neues Jahr 2012 31.12.11

 
Stellungnahme der Karlsbande zu den Vorwürfen nach dem Aue Heimspiel 22.12.11

In den vergangen Tagen ist unsere Gruppe von verschiedenen Seiten wiederholt in einem falschen Licht dargestellt worden. Unser Ziel war es nicht, den Sturm der Entrüstung an uns vorbeiziehen zu lassen, sondern wir brauchten etwas Zeit, um in Ruhe die vorgebrachten Beschuldigungen zu beleuchten und mit den uns bekannten Sachverhalten abzugleichen. Um sämtliche Missverständnisse auszuräumen, möchten wir zunächst konkret auf die Vorwürfe gegen uns eingehen, erneut unseren Standpunkt zur Thematik Politik im Stadion erläutern und abschließend eine fundierte und durch Tatsachen unterfütterte Analyse der Arbeit des Sozialpädagogischen Fanprojekts Aachen, sowie der Gruppe Aachen Ultras 1999 vorstellen.

Die Einladung des Sozialpädagogischen Aachener Fanprojektes zur Buchvorstellung des Werkes „Angriff von Rechtsaußen“ durch den Autor Ronny Blaschke nahmen etwa 15 unserer Mitglieder wahr. Obwohl keiner der 15 jemals eine rechtsextreme Veranstaltung besucht hat, geschweige denn Mitglied einer neonazistischen Partei/Vereinigung war, wurde die Gruppe, obwohl bereits vegane Speisen der Organisatoren, sowie Getränke erworben und bezahlt wurden, der Lokalität verwiesen. Der Aufforderung kam man, trotz großer Verwunderung über die Beweggründe des Selbigen, als auch über die Drohkulisse von etwa 30 vermummten jungen Männern direkt an dem Veranstaltungsort, postwendend nach. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass neben uns nur Mitglieder der autonomen linksextremen Antifa und ihrer Gesinnungsgenossen, den Aachen Ultras vor Ort waren, drängt sich uns die Frage auf, zu welchem Zweck die oben genannte Lesung abgehalten werden solle, wurde doch das vermeintliche Zielpublikum ausgeschlossen.

Beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue hat keines unserer Mitglieder irgendeiner Person aus den Reihen der Aachen Ultras Gewalt angetan. Zu akustischen Unmutsäußerungen kam es nur, weil der zu dem Zeitpunkt aus etwa 40 Personen bestehende Pulk der Aachen Ultras damit begann, auf zwei für uns aus der Entfernung nicht zu erkennenden Personen einzuprügeln.

Die Gewaltbereitschaft der Aachen Ultras, die sich hier anscheinend in der Opferrolle positionieren möchten, wurde in den letzten Tagen noch dadurch unterstrichen, dass mehreren Führungspersonen unserer Gruppe sogenannte „Hausbesuche“ (Ein Mensch wird an seinem Wohnort aufgesucht und dort unvorbereitet von einer größeren Personengruppe mit Tritten und Schlägen malträtiert) angedroht wurden.

Sämtliche in der Stellungnahme der Aachen Ultras berichteten Vorkommnisse sind schlichtweg erlogen, verkehrt dargestellt oder uns wird eine nicht vorhandene Beteiligung an selbigen unterstellt.

Wir, die Karlsbande Ultras, distanzieren uns seit dem Tag unserer Gründung von jeglichen politischen Umtrieben. Hierzu verweisen wir auch auf den entsprechenden, bereits vor Monaten publizierten Schriftsatz auf unserer Homepage (http://www.karlsbande.de/?site=ueberuns). Ein kleiner Auszug aus unserem Regelwerk, welches in aller Konsequenz und ohne Ausnahme umgesetzt wird:

  • Das Verbreiten von nationalsozialistischem oder kommunistischem Gedankengut führt zum Ausschluss aus der Gruppe, dies gilt sowohl am Spieltag, als auch in der Freizeit

  • Personen die sich politisch aktiv einbringen (Gruppierungen, Demos usw.) dürfen nicht Mitglied der Gruppe werden, bzw. bei Zuwiderhandlung erfolgt der sofortige Ausschluss

  • Das Tragen von politischer Kleidung ist in unserer Gruppe untersagt und führt beim Verstoß zum sofortigen Ausschluss

  • Wir tolerieren ebenfalls nicht, dass politische Kleidung in unseren Bussen von anderen Mitreisenden getragen wird

  • Wir dulden es nicht, dass Leute sich im Schutze unserer Gruppe aufhalten, die unsere geliebte Alemannia als Plattform für ihre politischen Ansichten nutzen

Der Kampf gegen politischen Extremismus beim Fußball kann aus unserer Sicht nur gewonnen werden, indem wir unentschlossene Jugendliche nicht dogmatisch und per se als „Nazis“ oder „Zecken“ stigmatisieren, sondern in einer apolitischen Atmosphäre konsequent daran arbeiten, dass von politischen Äußerungen Abstand genommen wird. Im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass jedes Individuum als solches politisch denkt und handelt, haben wir dennoch das Ziel, durch die bewusste Zurücknahme aller, ein harmonisches Miteinander sämtlicher Alemannen, unabhängig von Weltanschauung oder Herkunft zu erwirken. Mit aller Entschiedenheit sprechen wir den Aachen Ultras die Befähigung ab, ein Urteil über die politische Couleur oder über die Handlungsmotive von Einzelpersonen, Gruppierungen und ganzen Fanszenen abgeben zu können.

In diesem Kontext richten wir uns auch an die Redakteure und Journalisten der lokalen Medien. Wir halten es für sehr gefährlich, die Angaben einiger linksradikaler Gruppen oder Bloggern unreflektiert und ohne weitere Prüfung zu übernehmen und somit eine unpolitische Gruppe mit einem Umfeld von mindestens 400 jungen Menschen aller gesellschaftlichen Schichten zu diskreditieren. Die erhobenen Anschuldigungen, insbesondere in Bezug auf den politischen Bereich, entbehren jeglicher Grundlage und sind zudem äußerst gefährlich, da diese unsere Mitglieder massiv diffamieren und unter Umständen lebenslänglich Konsequenzen für deren beruflichen -, sowie privaten Werdegang mit sich ziehen können. Ebenfalls ist es uns schleierhaft, auf Grundlage welcher Information sich Gruppen aus weit entfernten Städten in der Lage sehen, Stellungnahmen zu den Vorfällen abzugeben und darüber hinaus noch Handlungsempfehlungen geben zu können.

Die mangelhafte Fanarbeit in Aachen und die, zum Teil dadurch entstandenen Gräben innerhalb der Fanszene, gehen in unseren Augen auch sehr stark auf die defizitäre Leistung des Fanprojekts Aachen und seiner hauptamtlichen Leiterin zurück. In unserer Wahrnehmung ist sie, teilweise aufgrund von häufigen Urlaubsreisen, auch während der laufenden Saison, nur sehr selten als Ansprechpartnerin präsent und die publizierten Öffnungszeiten des damaligen Fanprojektcontainers wurden, nach unserer Erfahrung, selten eingehalten, sodass es wiederholt dazu kam, dass Jugendliche vor verschlossenen Türen standen. Das durch Mittel von der Stadt Aachen, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Fußball Liga finanzierte Fanprojekt beschäftigt weiterhin drei Hilfskräfte auf 400€ Basis (Dies entspricht einem Jahreslohn von knapp 5000€ pro Person). Von den aktuell angestellten sind zwei Mitglieder der Aachen Ultras und keine der drei Personen hat jemals für uns merklich in irgendeiner Form zur sozialpädagogischen Arbeit beigetragen.

Trotz all dieser Mängel haben wir lange nach Kräften versucht, die Arbeit des Fanprojekts zu unterstützen und eine Verbesserung der Situation herbeizuführen. Viele der von der Fanprojekt Leiterin als Vorzeigeprojekt präsentierten Veranstaltungen wurden von uns initiiert, durchgeführt und allen anderen Fällen zumindest maßgeblich unterstützt.

Projekte wie ein regelmäßig stattfindendes Fußballtraining für Jugendliche oder einer karitativen Spendenaktion für Afrika wurden fast ausschließlich von unseren Mitgliedern besucht bzw. beworben. Der Szenetreff nach jedem Heimspiel wurde zunächst von den Aachen Ultras, später dann von uns in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt durchgeführt. Veranstaltungen wie der mehrfach veranstaltete Traditionsabend (einer Diskussionsrunde mit ehemaligen Spielern der Alemannia), dem Maltag für die „Aleminis“ (dem offiziellen Fanclub für Kinder von 0 bis 14 Jahren) wurden von uns geplant und abgehalten. Parallel hierzu entwickelte sich auch auf privater Ebene ein guter Kontakt zur Leiterin des Fanprojekts, sodass es beispielsweise dazu kam, dass sie nach einem Auswärtsspiel auf St. Pauli und zu vielen anderen Gelegenheiten nächtelang mit erwachsenen Männern aus der Hooligan- und Ultraszene feierte. Dies geschah sicherlich und ausschließlich lediglich im Rahmen ihres sozialpädagogischen Auftrags.

Erst vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es zu einem Bruch kam, nachdem die sich verschlimmernden haltlosen Zustände in Bezug auf das Geleistete mehrfach von uns angemahnt wurden, ist zu erklären, dass die Leiterin des Fanprojekts uns, die noch wenige Monate zuvor in verantwortungsvolle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingebunden wurden, verleumdet und bar jeglicher Grundlage als politische Extremisten darzustellen versucht. Momentan beobachten wir die Tendenz, lediglich Klientelveranstaltungen für eine kleine politisch unterwanderte Randgruppe zu organisieren (vgl. Ausschluss politisch neutraler Zuschauer von oben genannter Lesung), mit Sorge. Wir wünschen uns von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine kontrollierende Instanz, die die bisher doch sehr überschaubare Arbeit des Fanprojekts Aachen kritisch evaluiert.

Ein Hauptgrund für unsere Trennung von den Aachen Ultras war, dass wir es für uns nicht mehr verantworten konnten, als Gruppe mehr und mehr in ein antidemokratisches und linksextremes Spektrum abzurutschen. Für uns ist es traurig zu sehen, wie einige Mitglieder der Aachen Ultras über Alternativen zum demokratischen System schwadronieren und sich mit dem alltäglichen Mitführen von Teleskopschlagstöcken und Pfefferspray für den politischen Kampf rüsten. Unsere Differenzen mit den Aachen Ultras 1999 heute dagegen begründen sich trotz all diesem in erster Linie auf die doch sehr gegensätzlichen Ansichten bezüglich der Schwerpunktsetzung bei der bestmöglichen Unterstützung der Mannschaft und des Aachener Turn- und Sportvereins Alemannia 1900 e.V. . Wir unterstellen keinem der Beteiligten in diesem Punkt böse Absichten, dennoch erachten wir eine Abgrenzung von allen anderen Fans, sowohl räumlich bei Heim- und Auswärtsspielen, als auch in der Art und Weise des akustischen Supports, als nicht förderlich, insbesondere in dieser für den Verein existentiell bedrohlichen Situation.

Einziges und alleiniges Anliegen der Karlsbande ist es, unseren geliebten Verein Alemannia Aachen nach allen Kräften zu unterstützten. Hierzu braucht es insbesondere in diesen für die Alemannia so schicksalhaften Zeiten eine geeinte und lebendige Fanszene. An dieser Stelle möchten wir für die zahlreichen Solidaritätsbekundungen unzähliger Fanclubs und Einzelpersonen danken.

Lasst euch nicht entzweien und politisieren!
Nicht Rot, nicht Braun, nur Schwarz und Gelb sind unsere Farben!

Karlsbande Ultras

 
Eintracht Braunschweig - Alemannia Aachen 1:1 22.12.11

Zum letzten Spiel des Jahres 2011 mussten wir also am 19.Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga nach Niedersachsen reisen, um dort gegen die Löwen aus Braunschweig anzutreten. Bevor die Tour am vierten Advent allerdings so richtig losgehen konnte, sammelten sich die ersten gestalten unserer Gruppe bereits am Vortag recht früh in der Karlsstube in einer mehr oder weniger besinnlichen Runde, um schon einmal etwas vorzuglühen, ehe man nachts mit zwei bis obenhin vollen Bussen –darunter ein Doppeldecker- und einem Transporter sowie in den restlichen Fällen mit dem Zug gen. Nord-Ost düste. Ein dritter Bus der Aachener Hooliganszene sollte eigentlich auch noch mit uns rollen, dieser wurde aber einen Tag vorher wegen interner Probleme abgesagt. Schade! Die Fahrt verging routinemäßig durch allerhand Schabernack wie immer wie im Fluge und man erreichte das Gelände des Eintracht-Stadions sehr zeitig.

Vor diesem posierte man noch rasch für ein Mobfoto inklusive Spruchband mit der Aufschrift: „VOR EINIGEN WOCHEN NOCH GROß A.C.A.B. PINSELN – NUN BEI DEN BULLEN UM HILFE WINSELN! ULTRAS ???“ Danach ging es ins Stadioninnere. Etwas später kreuzten die ACU auf und machten sich unter Polizeischutz im benachbarten Sitzplatzblock breit. Es erweckte den Anschein, dass sie ihren Kredit beim Rest der Szene verspielt haben und im Gästeblock nicht wirklich willkommen waren.

Den Gästeblock, in welchem sich ca. 400 Aachener einfanden, zierte man, so gut es möglich war, durch unser Material. Da das nächste Pflichtspiel erst am 4.2.12 stattfinden wird, genoss die Öcher Fanschar natürlich das gesamte Spiel über ab der ersten Minute noch einmal vor der Winterpause das Treiben auf dem Platz und feuerte die Kartoffelkäfer durchgehend lautstark mit einem gelungenen Mix aus älteren Klassikern, Schunkeleilagen, Schlachtrufen und neuerem melodischerem Liedgut an. Mit dem Auftritt konnte man insgesamt doch recht zufrieden sein.

Dieser Einsatz zahlte sich bereits unerwartet in der 26. Minute durch ein Kopfballtor von Bas Sibum nach einem Freistoß von T. Achenbach aus. Ansonsten gab es in der ersten Hälfte keine allzu nennenswerten Ereignisse rund um das Spiel, was man aber sah ist, dass unsere Truppe vor allem in der Defensivarbeit eine solide Leistung abgab und man auf den weiteren Verlauf in Halbzeit zwei gespannt war. Denn diese Saison hat man in genau dieser Periode des Spiels vor allem gegen Ende schon öfters allerhand kuriose Dinge erleben müssen. Von daher war die Skepsis, dass man wieder Punkte liegen lässt groß. Als dann Benny Auer in der 78ten zum 2:0 traf, hatte man diese schon fast abgelegt, doch leider erkannte der Schiri das Tor vollkommen zu Unrecht ab und das Zittern ging weiter. Bis…ja bis Braunschweig durch Kumbela tatsächlich den Ausgleich schaffte (86.). Umso bitterer, dass es auch noch ein irreguläres Tor war. So entführte man, nachdem unsere Jungs noch mal in den letzten Minuten alles versuchten und Leidenschaft und Kampf an den Tag legten, immerhin einen im Vorhinein zwar erhofften Punkt, zum dritten Mal in Folge, der aber nach dem Spiel unterm Strich zu wenig war, da man den Dreier aufgrund einer einigermaßen guten Leistung definitiv verdient gehabt hätte. Doch wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür halt früher oder später bestraft.

Aus fantechnischer Sicht war der Block um Cattiva durchgehend in Bewegung, aber akustisch kam bei uns nicht allzu viel an. Das restliche Stadion schwieg die ganze Zeit, bis auf eine halbe Minute nach dem Gegentreffer. Da hatten wir vor dem Spiel in einem für heutige Verhältnisse architektonisch doch recht ansehnlichen Stadion deutlich mehr erwartet, auch wenn die ausschlaggebenden Blöcke doch ziemlich weit voneinander entfernt waren. Der Zaun vor Cattiva wusste übrigens zu gefallen, viele überwiegend auch kleine Banner schmückten die Abgrenzung zum Spielfeld durchgehend von oben bis unten.

Nach dem Kick verharrte man noch ein paar Minuten im Gästesektor, ehe wir unsere Fahnen und Co. eingepackt hatten und zurück zu den Gefährten wollten. Allerdings gab es noch eine Blocksperre für alle Aachener, da unsere Freunde und Helfer zunächst noch den Bus von ACU und ihren alemanniadesinteressierten Freunden aus dem Stadion leiten mussten. Als diese aufgelöst wurde empfing man endlich die Verbannten wieder. Für einen war dies das letzte Spiel außerhalb, was natürlich auf der Rückfahrt gefeiert wurde, bevor man abends wieder in der geliebten Kaiserstadt Bad Aachen den Anker lichtete.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - BSG Wismut Aue 1:1 14.12.11

Die Hinrunde wurde mehr oder eher weniger erfolgreich hinter sich gebracht. Dank des DFB dürfen wir in diesem Jahr noch zwei Spiele der Rückrunde unserer Alemannia sehen. Heute ging es gegen die BSG Pneumatik Aue oder doch BSG Wismut? Egal. Pneumatik , BSG oder Erzgebirge: Hauptsache Aue. Pünktlich wie die Maurer öffnete die Karlsstube am frühen dritten Advent ihre Pforten. Nachdem die Seele mit einem heißen Glühwein aufgetaut war, ging es an die Spieltagsvorbereitung und anschließend die paar Meter ´rüber zur Spielstätte. Im Stadion noch schnell alle Fahnen in den Wind gehangen und schon konnte die schönste Nebensache der Welt beginnen.

Nach nun zwei Spielen ohne Niederlage, was in der laufenden Saison schon erwähnenswert ist, ging es gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Auer um die berühmten 6 Punkte. Dass dies ein kampfbetontes Spiel werden würde, sah man nach den ersten Zweikämpfen. In der 17. Minute köpfte Auer (Der Auer in schwarz-gelb, nicht der Einwohner von Aue) knapp einen Meter über das Gehäuse. Zehn Minuten vor der Pause hatte Aachen noch zwei Großchancen durch Yabo, der den Ball knapp vor dem leeren Tor verpasste und durch ein Schüssschen von Auer. Danach ging es torlos in die Kabine. In der zweiten Hälfte legten unsere Schwarz-Gelben gut los und in der 49. Minute schoss, wer sonst außer Auer, das 1:0. Wie so oft schalteten unsere Mannen dann einen Gang zurück und kassierten unnötigerweise 15 Minuten später den Ausgleich durch Kempe. Danach gab es auf beiden Seiten noch einige Chancen, die aber ungenutzt blieben. Demzufolge endete der Kick 1:1. Da es ein 6-Punkte-Spiel war, müsste man doch eigentlich dann 3 bekommen oder? Sei es drum. In der Rückrunde ist die Alemannia noch ungeschlagen und kämpft sich langsam aus dem Tabellenkeller heraus.

Auf den Rängen wieder einmal das gewohnte Bild. Viel zu viele gelbe Sitze zu sehen. In den ersten zehn Minuten wurde es wie immer einige Male richtig Laut. Danach flaute es ab und die üblichen versuchten ihr Team nach vorne zu peitschen. Aus dem Osten waren auch gut 100 Holzmichel angereist. Diese versuchten immerhin ständig ihr Bestes. Aufgrund der geringen Anzahl waren sie aber so gut wie nie zu vernehmen.

Nach dem Spiel ging es für unseren Haufen mit jeder Menge Grünzeug an den Füßen zurück zum Szenetreff. Dort wurde das letzte Heimspiel des Jahres gebührend verabschiedet und der Abend konnte in gemütlicher Runde ausklingen. Nächste Woche geht dieses desolate Fußballjahr für unsere Alemannia bei der Eintracht in Braunschweig zu Ende. Also alle nach Braunschweig und es dort noch mal so richtig krachen lassen - hoffentlich mit dem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk im Gepäck, den drei Punkten.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - TSV 1860 München 2:2 08.12.11

Es ist Sonntagmorgen, der 17. Spieltag, unsere geliebte Alemannia muss gegen die Löwen von 1860 München ran. Die Nacht war heute für viele besonders kurz oder wurde komplett gestrichen, denn es war endlich so weit, die neue Heimat der Karlsbande, die Karlsstube, wurde mit einem ausgiebigen Frühstück eingeweiht, hier geht ein großer Dank an die Catering Crew, welche sich mal wieder selbst übertroffen hat. Doch die Zeit war knapp bemessen und schon zum Öffnen der Stadiontore mussten einige die neu gewonnene Heimat wieder verlassen um im Stadion das Übliche vorzubereiten.

Nach dem Sieg beim Karlsruher SC und dem Verlassen der Abstiegszone war man sehr gespannt was die Mannschaft heute so auf dem Platz zaubern wird. Die Partie ging gut los, die Alemannia konnte von Anfang an gut mit halten. Doch es kam, wie es kommen musste: In der 41. Minute traf Buck für die Gäste zum 0:1 - wieder ein Rückstand. Doch in der 43. Minute vollendete Radu durch einen wunderschönen Fallrückzieher noch vor der Pause, ganz wichtig. So ging man mit einem gerechten 1:1 in die Kabinen. In Durchgang 2 zeigten die Kicker um Friedhelm Funkel weiter Fußball, wie man ihn in Aachen nicht mehr gewohnt ist. Ein tolles Spiel mit Vorteilen für Schwarz-Gelb, lediglich der Abschluss funktionierte noch nicht so ganz. Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft…so geschehen in Minute 76, es ist wie verhext. Aber wieder ließen sich die Jungs auf dem Grün nicht hängen und kehrten mit Moral und Willen zurück. Kurz nach dem Rückstand war es Sibum, der eine Hereingabe ins Tor stocherte. Das 2:2 gab Rückenwind für die letzten Minuten, doch für einen Dreier sollte es leider nicht mehr reichen, wobei er sicherlich verdient gewesen wäre. Spiel und Kampf haben gestimmt, so luchst man auch den besseren Teams Punkte ab, immerhin bezwangen die Löwen als einziges Team die Frankfurter Eintracht.

Man startete mit guter Stimmung ins Spiel, welche aber nach ca. 10 Minuten wie gewohnt abflachte. Zwischenzeitlich und vor allem gegen Ende in der Drangphase konnte man das Potential des Aachener Anhangs erahnen, leider wird dieses viel zu selten ausgeschöpft. Lautstark wurde die Alemannia nach vorne gepeitscht, gerade als auch der Dreier in der Luft lag. Hier sieht man wieder schön das Wechselspiel von Fans und Mannschaft. Mit Kampf und Leidenschaft weckt man auch den sonst so müden Stadiongänger auf, schade dass dies kein Dauerzustand sein kann, aber zugegebenermaßen macht der Support bei gutem Spiel natürlich mehr Laune. Von den Gästen hat man nicht viel mit bekommen, es war aber doch schön zu sehen, dass man trotz Materialverbot eine kleine Aktion im Gästeblock sah. Zudem kann man anmerken, dass sich ein ganz stattlicher Haufen auf die Reise in die Kaiserstadt gemacht hat.

Nach dem Spiel begab sich die Karlsbande mit weiteren Teilen der Szene wieder zurück zum Szenetreff, wo man das Wochenende noch gesellig ausklingen ließ.

Nun heißt es gegen Aue den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren!

Karlsbande Ultras

 
Karlsruher SC - Alemannia Aachen 0:2 29.11.11

Noch mitten in der Nacht traten zwei vollbesetzte Busse unserer Gruppe die Reise in Richtung Baden an. Viel Zeit für Schlaf blieb den Mitreisenden allerdings weder vorher, noch während der Fahrt. Während einige am Vorabend die Fahrt bei einem gemütlichen Umtrunk bei einem Mitglied, das seinen Geburtstag feierte, einläuteten, verbrachten andere diesen in der Stadt, um auch pünktlich am Treffpunkt zu sein. Dieses Mal lautete das Ziel nicht direkt „Wildpark“, wie es noch wenige Monate zuvor beim DFB-Pokal aus in Karlsruhe der Fall war, sondern unser Haufen hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: Zur Freude unserer Stadionverbotler sollten auch diese etwas anderes zu Gesicht bekommen als die versifften Kneipen der Stadt in Badem-Württemberg.

Man hatte einen Schwimmbad-Besuch im ca. 50 km vom Hauptziel entfernten Schwetzingen geplant bzw. sich eben dieses einfach als Reiseziel gesetzt. So schlug man schon am frühen Morgen dort auf, dementsprechend verwundert war das Personal des Freizeitbades. Schließlich bekommt man nicht jeden Samstagmorgen um halb 8 einen Besuch von einer dreistelligen Anzahl an Fußballfans abgestattet. Die Devise lautete: Schnell die günstigen Tickets holen und 1 1/2 Stunden so viel Spaß haben wie möglich. So wurden sofort Whirlpools, Schwimmbecken und Rutschen mit alle Mann besetzt und man stimmte sich schon mal mit einigen Gesängen auf das später anstehende Spiel ein. Dadurch machte man natürlich zusätzlich deutlich bei den örtlichen Bademeistern auf sich aufmerksam, die sich wohl derart von unserem Verhalten genötigt fühlten, dass ihnen keine andere Wahl blieb, als sofort die Staatsdiener in Grün zu alarmieren. Ob dies wirklich notwendig war, ist eher zweifelhaft. Bis das grüne Unkraut eintraf, war unser Besuch schon so gut wie beendet und man konnte gemütlich die Reise zum Wildpark antreten. Dort trudelte man dann sehr pünktlich ein, lange vor dem Großteil der restlichen Aachener Fans. Genügend Zeit für ein paar letzte Gespräche vor dem Spiel. Jedem war bewusst, dass uns und unserer geliebten Alemannia ein 6-Punkte-Spiel bevorstand, gerade in Anbetracht dessen, dass während der Woche bekannt geworden war, dass der Verein der DFL 800.000€ nachweisen muss, die der Verein unter dem geplanten Etat liegen soll. Geschieht das nicht, hat dies einen Punktabzug zur Folge, der bei der derzeitigen sportlichen Lage nicht gerade förderlich wäre. Dementsprechend betrat man das Stadion mit einem eher mulmigen Gefühl im Bauch, da man in den letzten Spielzeiten nie sonderlich gut aussah. Der letzte Auswärtssieg in Karlsruhe lag nun mal mehr als 6 Jahre zurück...

Als im Stadion die Fahnen gehisst waren, legte der Block dann auch schon vor Anpfiff ganz gut los und zur optischen Unterstützung kamen einige kleine Schwenker zum Einsatz. Leider konnte die Leistung unserer Elf auf dem Platz in der Anfangsphase ganz und gar nicht überzeugen, sodass sich dieses auch sofort auf den Rängen bemerkbar machte. Die Gastgeber in Blau-Weiß erwischten den besseren Beginn der Partie und hätten bereits nach wenigen Minuten in Führung gehen könne. Waterman, der im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Frankfurt in Bestform war, machte ihnen allerdings einen Strich durch die Rechnung. Nach einer halben Stunde schienen unsere Kicker wach zu werden und hätten durch die nette Beihilfe des Karlsruher Torhüters nach einem Eckball fast in Führung gehen können. In der 36. Minute war es dann endlich soweit: Radu netzte nach einer Flanke von Falkenberg zur überraschenden 1:0 Führung unserer Alemannia ein. Ein Aufschrei ging durch den gesamten Gästeblock! Die Anspannung war gewaltig, aber der erste Schritt getan. Die Führung sicher über die Halbzeit bringen musste vorerst das Ziel sein, und danach irgendwie nachlegen! Der erste Auswärtsdreier musste einfach her!

Nach der Halbzeit dann ein vollständiger Wandel, sowohl auf den Rängen als auf dem Grün. Der Block tobte und peitschte die Mannschaft mit einem gelungen Mix aus Schlachtrufen und melodischem Liedgut nach vorne. Die Schwarz-Gelben Kicker dankten es mit einigen hochkarätigen Torchancen, so verpasste Auer per Kopfball nur um Haaresbreite und man verspürte zum ersten Mal in der Saison einen Hauch von Sicherheit im Aachener Spiel, spätestens in der Mitte der zweiten Hälfte kann man von einer verdienten Führung sprechen. Allerdings stünde die Alemannia [vor diesem Spiel] nicht auf einem Abstiegsplatz, wenn sie diese Führung sicher über die Bühne bringen könnte. Vielen Aachener Fans dürften wohl beim Anblick des frei vor Waterman stehenden Karlsruher Stürmers Fink das Herz in die Hose gerutscht sein, doch am heutigen Tage sollte es klappen! Wenige Minuten später ging es dann urplötzlich ganz fix, das Unfassbare geschah: Uludag blitzschnell auf Odonkor, der für Auer vorlegt, welcher total abgeklärt die 2:0 Führung erzielt. Spätestens jetzt waren die Mitgereisten aus der Kaiserstadt völlig aus dem Häuschen, Emotion pur! Etliche Fans sprangen auf den Zaun und schrien sämtliche Anspannung der letzten Tage, Wochen, ach quatsch...Monaten aus sich heraus! Kaum einer hätte wohl vor Anpfiff ernsthaft geglaubt, dass man gerade in Karlsruhe den ersten Auswärtsdreier einfährt. Für diesen Moment sollten die Sorgen für eine kurze Zeit verdrängt werden...Anschließend wurde den Jungs auf dem Platz noch ermunternde Worte zugesprochen, bevor man dann langsam den Block verließ, um unsere Stadionverbotler in die Arme zu schließen, die den Sieg leider erst auf der feucht fröhlichen Rückfahrt mit uns im Bus feiern konnten! Haltet durch, Freunde - Wir stehen immer hinter euch!

Vom Karlsruher Anhang wurde man dieses Mal komplett enttäuscht. Lohnt sich fast gar nicht, deren Auftritt zu erwähnen. Akustisch kam im Gästeblock wenig bis gar nichts an. Man kann sich das ganze schön reden, indem man dies auf die zugegeben beschissene Lage des Blocks rund um die Ultras des KSC schiebt. Andererseits haben diese die fehlende Stimmung im Rest des Wildparks sich aber auch zu einem Großteil selbst zuzuschreiben, denn wie bekannt sein sollte, ist die Stimmung in den restlichen Blöcken nahezu ausgestorben.

Gegen 20.30 Uhr erreichte man nach der komplikationslosen Rückfahrt unsere geliebte Kaiserstadt! Mit sämtlichen Kräften am Ende, aber heilfroh, endlich den ersten Saisonsieg aus einer fremden Stadt nach Hause gebracht zu haben.

Am Sonntag gilt es dann, aus den Löwen kleine Kätzchen zu machen...
ALLE GEMEINSAM – GEGEN DEN ABSTIEG!

Karlsbande Ultras

 
SG Eintracht Frankfurt - Alemannia Aachen 4:3 23.11.11

Bereits morgens (oder soll man besser sagen nachts?) trudelten die ersten Gestalten unserer Gruppe am Vorplatz des Aachener Hbf´s nach oft nicht allzu vielem Schlaf ein, um sich mit denjenigen, die allerspätestens um 6.15 Uhr dort dazu stoßen sollten, zu treffen und eine gemeinsame Anreise gen Hessen per Bahn und ihres relativ günstigen Preis-Leistungsverhältnis zurückzugreifen. Doch bevor auch die letzten den Einstieg tätigen konnten, wurden leider auch erneut an diesem Tage Kontrollen durch die Grünen schon am Kaiserstadt-Steg durchgeführt, welche aber nicht so streng wie die Spiele zuvor ausfielen. Am Rande trug die Exekutive übrigens auch wieder Mal kräftig dazu bei, dass ein ganzes Abteil quasi fast schon überschwemmte, indem sie allen den Gang zur Toilette in anderen Abteilen verwehrte. Frechheit! Wie dem auch sei… Die Hinfahrt verstrich eigentlich wie immer wie im Fluge, da aktuelle Geschehnisse rund um unseren Verein und Fußball generell genug Gesprächsstoff boten. Andere wiederum stimmten sich im wahrsten Sinne des Wortes schon mal auf die Partie gegen den Aufstiegsaspiranten ein. Netterweise waren des Weiteren wieder ein paar Kerkrader anwesend, die der Alemannia auch dieses Mal zur Seite standen. Bedankt!

In Mainhatten angekommen spazierte man zuerst noch durch den Teil Frankfurts, von dem das Waldstadion seinen Namen hat, bis man schließlich zu den nur leider zwei offenen Kassenhäuschen ankam. Nach der Erst-Kontrolle ging es durch die Dreh Tore, die einen endlos nach sich ziehenden Stadion-Besichtigung-Rundgang nach sich zog. Nerviges Prozedere! Genau wie die nochmaligen Kontrollen vorm Blockeingang! Doch endlich betrat man den Block, hisste entsprechende Materialien und war gespannt, was unsere Anti-Helden denn heute wieder reißen würden. Seitens UF gab es zu Beginn eine kritische Aktion gegen den hessischen Innenminister Boris Rhein, welcher strengere Maßnahmen gegen angeblich gewaltbereite Fußballfans ankündigte. Noch vor irgendwelchen Verhandlungen sollen strengere Meldeauflagen und Hausbesuche durchgeführt werden, sowie Arbeitgeber, Schulen und Eltern informiert werden. Mit einem Punkt bei der Eintracht hätte man sicher gut leben können, aber dass man diesen vielleicht irgendwie mit in die Heimat nehmen durfte, glaubten viele schon nicht mehr nach dem frühen ersten Gegentor, nach dem sonst eigentlichen soliden Aachener Torwart und dessen Fehler Boy Watermann. Kurz darauf gab´s wieder Mal eine auf Deutsch gesagt beschissene Abwehrleistung der Alemannia zu bestaunen, die das zwei zu null durch Köhler nach sich zog. Irgendwie schaffte unsere Mannschaft es dann noch die restlichen Minuten der ersten Hälfte ohne weiteres Gegentor zu bleiben und somit für die zweite Halbzeit zumindest ein klitzekleines bisschen Hoffnung auf ein Unentschieden, das vielleicht nach Halbzeit Eins fallen könnte, aufrecht zu erhalten. Dazu sollte man wohl erwähnen, dass Frankfurts Spieler im restlichen Spielverlauf auch keinen Glanz mehr versprühten. Irgendwann passte sich die Stimmung dann beider Fan Lager der Leistung auf dem Platz an. Sicherlich sollte man aber dennoch festhalten, dass ein grottenschlechter Auftritt seitens der Nordwestkurve immer noch ein anderes -zugegeben höheres- Level besitzt als ein mieser aus Öcher Sicht. Doch trotzdem hat man gerade bei einer angehenden Tabellenführung von der Heimseite mehr erwartet.

Halbzeit! Und somit für viele auch Wurstfresszeit! Fazit: Wurst lecker, aber eindeutig zu teuer bei der mickrigen Größe. Vielleicht sollten die Frankfurter mal bei ihrem Freund dem FC Coeln anfragen, wenn sie auf kleine Würste stehen. Die werden in den kleineren Kategorien bestimmt noch welche aus der Südkurve auf Lager haben!!! Nach wiederholter Kontrolle der Ordner steht man nun wieder im Block, nachdem man sich über mögliche Horrorszenarien betreffend unseres Vereines in der Pause unterhielt. Dazu passt ein Wort: Ratlosigkeit! Harm Osmers pfiff wieder zur zweiten Hälfte an. Bis zur 78 Minute kam nichts von keinem. Und siehe da! Plötzliches Zaubertor von Auer! So schnell kann´s gehen! Zuerst noch alle am Meckern und auf einmal kamen dann auch wieder zumindest vereinzelt Unterstützungen aus dem Gästeblock, da man aus dem nichts heraus den möglichen Punkt „nur“ noch ein Tor entfernt war. Doch wie gewonnen- so zerronnen! Drei Minuten später setzte Hoffer zum Weitschuss an und traf ins Netz. Manchmal hat man aber schon das Gefühl, dass das nicht wahr sein kann. Auch im positiven Sinne, da es doch tatsächlich Radu gelang den Rückstand auf drei zu zwei zu verkürzen (82 Min.). Jetzt glaubte man wenigstens wieder an sich und auch der Gästeblock spürte, dass noch was in der Luft lag mit entsprechendem Glück. Dass es auch wirklich noch zu einem Remis reichen könnte bestätigte Demai mit seinem Freistoß-Ball, der sich so gerade noch mit dem eben genannten Glück hinter der Torlinie befunden hat. Wer glaubt, dass nun aber Schicht im Schacht ist, kennt unseren Klömpchensklub nicht. Natürlich lässt der sich wieder einlullen, sodass die SGE zu einem noch letzten Freistoß kommen sollte, dieser … ja richtig… noch von Matmour per Kopf ins Alemannische Tor (wo war Watermann?) verlängert wurde (89 Min.). Au Huur Alemannia! Wieder Mal in letzter Minute alles vergeigt! Dennoch darf das Ergebnis nicht über die beschämende Leistung der Truppe auf dem Platz blenden. Es wird Zeit aufzuwachen. So kann man auf der Alemannia Homepage mal wieder von „einer bemerkenswerten Aufholjagd“ berichten. Eine deutliche Klatsche wäre nicht nur verdient gewesen, sondern würde der Mannschaft evt. Mal die Augen öffnen, der Blick auf die Tabelle reicht da anscheinend nicht. So kann und wird es nicht weiter gehen!

Dementsprechend enttäuscht trat man den Heimweg zunächst wieder durch Laub an, wo anscheinend an vereinzelten Stellen immer wieder ein paar Waldgeister gesichtet werden konnten. Immer mehr Richtung Bhf fiel dann auf, dass es keine Waldgeister, sondern doch Eintrachts hässliche Fratzen waren. So viel Hässlichkeit kann man eigentlich gar nicht hochrechnen. Irgendwann wurde man dann doch in einen Zug gesteckt und konnte abfahren. Ein paar Lieder später, der ein oder anderen Spirituose und einem längeren Zwischenstopp in der Hauptstadt der Schwulen kam man dann doch irgendwann daheim in Oche mit reichlich Selbstironie im Gepäck an! In diesem Sinne:

Wir fahren weit und trinken viel - und wir verlieren jedes Spiel! Oche Alaaf!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - MSV Duisburg 2:2 09.11.11

Es ist der 14. Spieltag. Mit nur einem Sieg und acht Punkten auf dem Haben-Konto, eine sehr ernste Lage, startete man in das 1.000. Zweitligaspiel, bei dem doch jeder die Hoffnung hatte, als Sieger vom Platz zu gehen. Die Alemannia versuchte alles, die Hütte voll zu bekommen und veräußerte die Tageskarten zu Dumpingpreisen, zum Ärgernis der treuen Dauerkarteninhaber, die sich zu Recht fragen, warum sie sich diese überhaupt geholt haben. Somit war der Postkasten fast ausverkauft, was schon eine Besonderheit darstellte, schaut man sonst von der Süd einfach nur auf leere Sitzschalen. Vielleicht merkt der Verein ja jetzt mal selber, dass die Preise in Aachen viel zu hoch angesetzt sind und sie dadurch auch den einen oder anderen nicht so gut betuchten Fan verlieren. Dann wäre den Aktionen sogar noch was Gutes abzugewinnen.

Choreo
Auch die Öcher Kurve hat im Vorfeld natürlich wahrgenommen, dass dieses Spiel wohl in die Analen eingehen sollte und bereitete eine nette Aktion zur Feier des Tages vor. Bereits um neun Uhr in der Früh traf sich der ganze bekloppte Haufen, um alles in die Wege zu leiten. Das Spruchband wurde bereits befestigt und die restlichen Aufgaben für den Spieltag verteilt. Beim Einlaufen der Mannschaft wurde vorne am Zaun ein großes Spruchband mit der Aufschrift „1000 Spiele 2. Liga, 1000 Spiele unsere größte Liebe!“ gehisst, dahinter gab es, farblich passend zum Spruchband, ein schwarz-gelbes Muster bestehend aus Papptafeln. Ein netter Anblick. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an alle, die bereits gespendet haben. Da wir gänzlich auf Sponsoren o.ä. verzichten und die Choreos somit zu 100% von Fans für Fans sind, sind wir darauf angewiesen und freuen uns natürlich, dass euch die Aktionen gefallen.

Spiel
Unsere Alemannia startete gut in die Partie und Sergiu Radu beförderte schon in der 5. Minute das Leder über die Torlinie. Erleichternder Jubel im Rund. Die Zebras aber ließen sich nicht hängen, machten Druck und unsere Truppe hatte viel zu tun in der Defensive. Noch vor der Pause egalisierten die Blau-Weißen die Aachener Führung wieder. In der 67. Minute drehten die Duisburger das Spiel sogar. Passend zum 1.000. Liga Spiel in der 2. Liga hörte man wohl bestimmt schon zum 1.000. Mal in dieser Hinrunde „Auhuuur“ von den Rängen. Doch dies sollte diesmal nicht lange halten, Auer machte quasi im Gegenzug, mit freundlicher Unterstützung von Bajic, den 2:2 Ausgleichstreffer und ließ damit wieder etwas Hoffnung aufkommen auf den Rängen. Leider schafften unsere Jungs in Gelb den Siegtreffer nicht mehr. Der eine Punkt sind zwei verlorene, in entsprechend enttäuschte Gesichter konnte man blicken. Naja, noch ist man nicht abgestiegen, also niemals aufgeben, immer weiter, kämpfen und siegen!

Stimmung
Immer ein interessantes Phänomen bei den sog. Knallerspielen, wo mal wieder alle aus dem Wohnzimmer heraus kommen und sich ins Stadion bequemen, um mit Popcorn und Bier ihre Wochenendunterhaltung zu genießen. So sieht man auch im Stimmungskern der Süd immer wieder gerne Leute, die wohl den Familienblock nicht gefunden haben, aber kann man ja keinem verdenken, wenn man zum ersten Mal im Stadion ist. Aber wer nicht singt, der fliegt, fertig. So war das Stadion also mal wieder voll, und die Stimmung schlecht wie selten, mehr Leute bringen einfach nichts, wenn sie nicht regelmäßig kommen und mit jeglichem Liedgut nichts anfangen können. Nein sie stören fast schon mehr - irgendwie kommt keine richtige Stimmung in die volle Hütte. Das einzig Positive, dass es hin und wieder mal richtig laut werden kann, wie man es nicht mehr gewohnt ist. So geschehen, als Junglas kurz vor Schluss die Zuschauer animierte und daraufhin das Stadion mal für kurze Zeit tobte.

Von den Gästen bekam man nicht allzu viel mit. Sie starteten gut in die Begegnung, mit ordentlichen Hüpfeinlagen und viel Bewegung, auch einer akzeptablen Lautstärke, ließen aber schnell nach. Vermutlich tat auch das frühe Führungstor der Alemannia seiniges dazu bei. Da hat man doch weitaus stärkere Auftritte der Ruhrpottler in Erinnerung.

So langsam brauchen wir Punkte, auch mal bitte mehr als einen auf einmal. Deshalb:
ALLE NACH FRANKFURT! GEGEN DEN ABSTIEG! TREFFPUNKT 6:15 UHR AC-HBF

Karlsbande Ultras

 
VFL Bochum - Alemannia Aachen 1:0 02.11.11

Um Punkt 13:12 Uhr traf man sich am Aachener Hauptbahnhof, um die zweitkürzeste Auswärtsfahrt der Saison anzutreten. Nachdem der Haufen der Mitfahrer eine beachtliche Anzahl erreicht hatte, ging es hoch zum Gleis. Doch vorher hatten die Herren in grün eine kleine Überraschung für uns. Vor dem Aufgang zum Gleis durfte sich jeder einer Kontrolle unterziehen. Die Leute mit Taschen und Rucksäcken durften sich sogar einer Kontrolle durch einen vierbeinigen Sprengstoffexperten unterziehen. Den Sinn hinter dieser Situation versteht man als normal denkender Mensch wohl nicht. Nachdem dann alle befummelt waren, ging die kurzweilige Fahrt in Richtung Ruhrpott los. In Bochum angekommen wurde sich noch mal auf dem Vorplatz gesammelt und der "Gegen den Abstieg"-Banner führte den Marsch zum Ruhrstadion an. Nachdem einige Rauchschwaden in den Himmel geschickt wurden, ging es langsam los. Den kompletten Marsch über wurden immer wieder Rauchzeichen in Richtung Stadion gegeben, damit sich die Ordner und Polizisten schon mal darauf vorbereiten konnten, dass wir kamen. Leider gingen bei dem Marsch auch einige Böller hoch. Warum man diese überhaupt mitschleppen muss, bleibt wohl das Geheimnis der Zünder. Da diese leider nicht mit den Böllern umgehen konnten, gab es auch ein paar leichte Verletzungen zu verzeichnen. Nachdem man die für Bochumer Verhältnisse sehr laschen Kontrollen am Eingang überwunden hatte, ging es in den schon gut gefüllten Gästeblock. Wir platzierten uns im unteren Teil des Blocks.

Das Spiel selber ist schnell abgehandelt.
Bochum am Anfang mit leichtem Übergewicht, doch unsere Elf hielt recht gut dagegen. In der 39. min traf Inui durch einen schönen Schuss aus 18 Metern zur Bochumer Führung. In Durchgang zwei spielte Aachen klar besser, nutzte die wenigen Chancen aber nicht. Da Alemannia Aachen in dieser Saison nicht gerade dafür bekannt ist, Rückstände auf zu holen, glaubten nur wenige der ca. 2.000 Aachener noch an einen Punktgewinn. Erstmals wurde Engelbrecht von dem Aachener Anhang gefordert, evt. ein Zeichen für den Trainer. Der Junge macht klasse Spiele bei der Zweiten und weniger als Null Tore wird er auch bei den Profis nicht schießen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit zeigte der Schiri, nach einem Foul des Keepers an Feisthammel, auf den Elfmeterpunkt. Wahnsinn ! Aimen Demai trat zum Elfmeter an. Und wie sollte es anders kommen? Luthe hielt den schwach geschossenen Elfmeter. Riesen Jubel der 12.000 Bochumer. Blankes Entsetzten bei dem Aachener Anhang und ... Ende. Dieser Elfmeter spiegelt die komplette Situation der Alemannia wieder. Schade Schade oder doch eher Schei…

Die Stimmung auf den Rängen war, wie immer in Bochum, sehr gut und Laut. Die gesamte Spielzeit über schaffte man es, ein hohes Niveau zu halten. Bei den meisten Gesängen stimmten der ganze Block und sogar der Sitzplatz-Bereich, in dem die meisten doch nur standen, mit ein. So muss es immer sein! Aufgrund der mitgereisten Masse an Fans, was in Aachen nicht oft der Fall ist, war das Liedgut nicht allzu abwechselungsreich und sehr massenkompatibel. Während des Spiels gab es am Zaun noch ein kleines Lagerfeuer, in dem etwas Blaues zu erkennen war. Von der Gegenseite kam nur selten ein Gesang bei uns an, jedoch war die Mitmachquote in der Ostkurve besser als gedacht. Dennoch fehlte dort die Lautstärke.

Nach ein paar kleinen Scharmützeln auf dem Rückweg ging es doch recht zügig zurück zum Bahnhof und in den Zug in die geliebte Kaiserstadt.

Fußball spielen können die Jungs in schwarz-gelb. Nur leider klappt das Tore schießen nicht so wie geplant. Deshalb sollte der Erfolg über den Kampf gesucht werden. Auf dass das 1.000 Zweitligaspiel gegen Duisburg in positiver Erinnerung bleibt.

Auf geht´s Aachen! Kämpfen und siegen!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - FC Ingolstadt 04 3:1 25.10.11

Am 12. Spieltag der 2. Bundesliga hieß es für unsere bislang sieglosen schwarz-gelben Kicker im Kellerduell gegen den FC Ingolstadt zu bestehen und die ersten 3 Punkte einzufahren. Dafür schien der im Jahre 2004 gegründete Retortenclub doch die letzte Hoffnung zu sein, da man mit selbigem im Erfolgsfall den Tabellenplatz tauschen und die rote Laterne abgeben könnte. Vor dem Spiel ging es ein wenig chaotisch zu, da es derzeit keinen richtigen Treffpunkt für die Bande gibt, aber dieses Problem wird es in Zukunft nicht mehr geben, so haben wir endlich eine geeignete Räumlichkeit gefunden, sodass es ab Dezember wieder den ersehnten Szenetreff in Aachen geben wird. Die Räumlichkeit obliegt komplett der Karlsbande, sodass man hier auch auf Unterstützung und Spenden aller Fans angewiesen ist. An dieser Stelle schon mal einen riesen Dank an alle Spender, die bereits heute die ersten Groschen haben springen lassen.

Zu den Ingolstädtern braucht man nicht allzu viele Worte verlieren, mit unter 50 Mann stellten sie wohl den kleinsten Anhang bislang und machten entsprechend auch nicht auf sich aufmerksam. Auch wir verzichteten auf allzu viel Tifomaterial, so gab es zum Einlaufen der Teams ein paar Doppelhalter und kleine Schwenker in unserem Bereich. Unten am Zaun hing natürlich die neue Szenefahne „Gegen den Abstieg“, welche hoffentlich nicht lange Verwendung finden wird.

Unsere Elf fand ganz gut ins Spiel, sodass es nach einer halben Stunde bereits gefühlte sichere 2:0 stand. Olajengbesi und Auer, in seinem 200. Zweitligaspiel, netzten den Ball zur Freude der offiziell ca. 15.000 anwesenden Zuschauer ein. Damit es nicht langweilig wurde, ließ man freundlicherweise den Anschlusstreffer in Minute 52 zu und machte den Schanzern somit wieder Hoffnung. Bemerkbar nervös versuchte Alemannia, die Punkte über die Zeit zu retten und kam dabei noch ordentlich in Gefahr, teilweise schwamm die Abwehr wieder richtig. Gerade in den letzten Minuten waren die meisten so angespannt, dass ein vernünftiger Support kaum möglich war, so viel steht doch auf dem Spiel derzeit, wenn man heute nicht gewinnt, wann dann? In den Schlussminuten stürmten die Rot-Weißen dann mitsamt Torwart, sodass sich ein wunderbarer Konter ergab. Und wer ist da prädestiniert, mit dem Ball einfach ins gegnerische Tor zu laufen? Genau, Odonkor schnappte sich die Pille und rannte und rannte und erlöste das Publikum, man sah seine Begeisterung und Freude im Gesicht, gut gemacht. Nun spielten sich emotionale Szenen im Block ab, jeder schrie seine Erleichterung aus sich raus, nach 12 Spieltagen endlich der erste Sieg, kaum einer wusste mehr, wie sich das anfühlt, die Hoffnung ist noch nicht gestorben.

Insgesamt war die Stimmung aber eher schlecht. Ausreden gibt es dafür keine, auch wenn der Gegner total uninteressant und die sportliche Situation schlecht ist, da muss mehr auf den Rängen gehen, gerade um die Mannschaft richtig nach vorne zu peitschen. Da reichen auch keine kurzen überzeugenden Phasen, die es definitiv gab. Über die 90 Minuten war nicht nur bei uns, sondern auch im ganzen Stadion eher wenig los.

Im Laufe des Spiels gab es noch ein paar Spruchbänder zu lesen. Bereits zu Beginn hing am Zaun ein Aufruf, unser Team auswärts in Bochum zu unterstützen und gemeinsam mit dem Zug anzureisen. In Halbzeit 1 gab es noch ein Spruchband zum Thema Gruppenverbot, speziell zum letzten Heimspiel unserer Alemannia gegen den FSV Frankfurt, bei dem die Senseless Crew „verboten“ wurde: „Gegen Gruppenverbote und Kollektivstrafen in Aachen, Frankfurt und überall“ gab es in schwarzen Lettern zu lesen. Genauere Infos zu diesem Thema könnt ihr der aktuellen Banderole entnehmen. Im zweiten Durchgang zeigte man noch eine kleine Aufmunterung für unsere SV’ler: „Stadionverbotler never surrender“. Eure schwere Zeit vergeht auch, zusammen überwinden wir alle Hürden. Nicht selbstverständlich, wie ihr Tag für Tag hinter Verein und Gruppe steht. Danke dafür!

Am Ende gab es noch Probleme mit einem Ordner, der eine unserer Fahnen unsachgemäß behandelte, er bekam dies auch direkt zu spüren. Wir hoffen auch für ihn, sich nie wieder im Stadion blicken zu lassen, man sollte wissen, welchen Stellenwert Zaunfahnen in der Fankultur haben, gerade als Ordner.

Nun heißt es, zurück in die Erfolgsspur zu kommen. In Bochum wartet quasi das nächste „6 Punkte Spiel“.

ALLE NACH BOCHUM! ALLE IN SCHWARZ! TREFFPUNKT 13:12 UHR AC-HBF!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Eintracht Frankfurt 21.10.11

 
SG Dynamo Dresden - Alemannia Aachen 1:1 21.10.11

Immer noch reist unsere geliebte Alemannia mit der roten Laterne der zweiten Fußball-Bundesliga quer durch Deutschland, diesmal sollte es in den tiefen Osten gehen. So machten sich mitten in der Nacht 2, bis auf den letzten Platz, gefüllte Karlsbande Busse auf in Richtung Dresden. Die lange Fahrt verging dank guter Musik, netten Gesprächen und dem ein oder anderen Getränk wie im Fluge. Wie damals Mathias Rust überflog man den Eisernen Vorhang ohne Probleme und weitere Kontrollen. Kurz vor Dresden traf man noch auf den Bus der Aachener Hooliganszene und fuhr mit diesem zusammen in die Stadt. Nach einer kurzen, aber wie man im Nachhinein erfuhr, nicht geplanten Stadtrundfahrt erblickte man auf der rechten Seite der Busse Ackis Sportsbar. Vielen bekannt als der Treffpunkt der Dresdener Szene. Dass dies nicht gänzlich ohne Folgen bleiben sollte, konnte man sich denken. Einige wollten sich wohl wichtiger machen als sie sind und warfen mit Flaschen auf einen der Busse. Dabei gingen zwei äußere Scheiben des Busses zu Bruch. Daraufhin öffnete sich die hintere Bustüre und einige sprangen aus dem Bus. Doch bevor irgendetwas passierte rückte auch schon das grüne Unkraut an. Danach ging es in den Gästekäfig des Rudolf-Harbig-Stadions. Nachdem alle ihre Karten geholt hatten ging es recht spät, aber ohne Probleme bei den Kontrollen, in den großen Gästeblock. Dieser war heute für Aachener Verhältnisse und die sportliche Situation gut gefüllt.

Zum Spiel kann man wieder nicht viel schreiben. Alemannia spielt gar nicht mal so schlecht und geht in Führung. Natürlich durch einen umstrittenen Elfmeter durch Demai. Dresden drückt nach vorne, doch unsere Abwehrreihe hält. Die meisten im Block glaubten bereits an den ersten Sieg dieser Saison und hatten kurz vor Schluss den Jubelschrei schon auf den Lippen. Aber Bibi Steinhaus gab den Dresdenern noch die letzte Chance zum Ausgleich. Und nun ja. Den Rest kennt ihr ja leider. So ist man weiterhin Tabellenletzter mit gerade mal 5 von möglichen 33 Punkten.

Die Stimmung auf Aachener Seite kann als einer der besseren Auswärtsauftritte gewertet werden. Durchgängig eine gute Mitmachquote und auch eine akzeptable Lautstärke. Zeitweise zog der komplette Block mit, aber wie immer ist dort noch Luft nach oben , auch wenn man nicht alles schlecht reden muss. Von der Gegenseite war man doch ein wenig enttäuscht. Bis auf den altbekannten DYNAMO-Schlachtruf kam kaum etwas bei uns an. Da hatte man doch mehr erwartet. Nachdem man auf dem Parkplatz noch in einige traurige und leere Gesichter, dank des erlebten, blicken konnte, ging es zurück in den Westen. Auf der Rückfahrt wurde eine andere Route als auf der Hinfahrt gewählt und so ging es zügig auf die endlose Autobahn in Richtung Heimat. Ziemlich genau 24 Stunden nach der Abfahrt am gleichen Ort kam man in Aachen an. Aber diesmal mit der Ungewissheit, wie es mit unserem Verein weiter gehen soll. Sportlicher Abstieg ? Danach aus finanziellen Gründen der Zwangsabstieg ? Oder rettet man sich noch sportlich und bekommt aufgrund der fehlenden Mittel keine Lizenz für die 2. Bundesliga? Fragen über Fragen. Wo gehst du hin, meine geliebte Alemannia?

Um den ganzen Spekulationen noch ein wenig Nährboden zu entziehen. Es gab eine Unstimmigkeit im Gästeblock. Dies wird Szeneintern geklärt. Und es sind keine Fäuste geflogen. Außerdem kannte keiner unserer Mitfahrer die Route zum Stadion und schon gar nicht zu Ackis Sportsbar.

Karlsbande Ultras

 
Fanprojekt Aachen - Südafrikahilfe 14.10.11

Dr. Almud Pollmeier leitet eine Aidsklinik in Südafrika, die sie zusammen mit ihrem Mann aufgebaut hat. Zudem gibt es dort auch Waisenhäuser und Kinderbetreuung für Aidswaisen (www.suedafrikahilfe.de). Es wird dort viel an grundlegenden Dingen wie z.B. Kleidung (Erwachsene und Kinder), Decken, Bettwäsche benötigt.

Wir haben meist den Kleiderschrank voll und können vielleicht was abgeben, was nicht mehr gebraucht wird. Es wäre also schön, wenn ihr das eine oder andere Kleidungsstück spenden könntet. Einfach am 23.10. mitbringen und beim Fantreff abgeben!

 
Alemannia Aachen - FSV Frankfurt 1:3 07.10.11

Am Freitagnachmittag um 18 Uhr ging es gegen einen der Gegner, gegen welche man als Alemanne derzeit noch Hoffnungen besaß, den ersten Dreier der Saison einzufahren. Für die meisten Aachener hieß es also, schnell nach Feierabend Richtung Tivoli hetzen, um noch pünktlich zum Anstoß vor Ort zu sein. Im Block gab es dann eine kleine Überraschung, einige Spieler der Alemannia haben sich in die Fanblöcke verirrt. Aufgrund der Sperre von Manuel Junglas haben wir ihn in den Block eingeladen, um das Spiel gemeinsam zu verfolgen. Er kam dann mit Stiepermann im Gepäck hoch zu uns. An sich eine feine Aktion, wenn Alemannia es mal schaffen würde, nicht jeden Scheiß zu missbrauchen. Sie haben natürlich mal wieder eine große Werbeaktion draus gemacht und alle möglichen Spieler querbeet im Stadion verteilt. Dazu hatten sie wohl auch noch die Hoffnung, die Gemüter zu beruhigen, für den Fall, dass das Spiel heute mal wieder unglücklich läuft. Das ganze macht die Aktion dann natürlich wieder weniger schön und persönlich.

Die erste Halbzeit verlief ausnahmsweise mal anders als Gewohnt, sicherlich kein Top Spiel, aber man schaffte es, das erste Tor aus dem Spiel heraus zu schießen, wobei der Schuss von Feisthammel noch nicht mal richtig drin war, dennoch zählte das Tor. Führung unserer Alemannia. Ein Gefühl, was man schon gar nicht mehr kannte. Die zweite Halbzeit dann ein ganz anderes Bild, nachdem die Frankfurter den Ausgleich erzielen konnte, brach die Mannschaft völlig zusammen und verlor das ganze Spiel noch mit 1:3. Wovor habt ihr Angst Männer? In Aachen sollten wir der Hausherr sein und den Gegner an die Wand spielen und nach Hause schicken, gerade nachdem man auch noch die Führung macht. Da fehlt derzeit ganz klar der Charakter im Team.

Stimmungstechnisch war das Spiel, zumindest bis man in Rückstand geriet, richtig gut. Man kann vermutlich vom besten Heimauftritt diese Saison reden. Die Mitmachquote war gut, vor allem in unserem Bereich. Lautstark wurde die Mannschaft versucht, nach vorne zu peitschen. Man konnte kaum feststellen, in welcher Situation wir uns befinden. Interessant ist dabei vor allem, sobald die Erfolgsfans weg bleiben, und man im Stadion mit dem harten Kern der Fans „unter sich“ ist, die Stimmung immer deutlich besser ist, als wenn das Stadion gefüllt ist. Immerhin eine positive Nachricht vom heutigen Tage, dennoch wären Punkte wichtiger.

Am Ende gab es noch ein paar kleine Tumulte, als kurz vor Schluss einige Leute im Sitzplatzbereich Richtung Spielfeld stürmten und ihren Unmut freien Lauf ließen. So langsam neigt sich die Geduld dem Ende, die Leute bekommen Angst um ihren Verein. So kann es nicht weiter gehen. Die Mannschaft diskutierte nach dem Spiel noch mit den aufgebrachten Fans und versuchte die Meute zu beruhigen. Im Anschluss ging es noch Richtung Geschäftsstelle, wo man einen Termin für den sog. „Krisengipfel“ mit den Spielern ausmachte. Jetzt ist Schluss mit lustig, es muss sich was ändern. Sofort!

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum heutigen Gegner. FSV Frankfurt vermutlich mit dem Negativrekord an mitgereisten Gästefans im neuen Stadion, welche natürlich auch keine Stimmung gemacht haben. Die Frankfurter Gruppierung Senseless Crew fand allerdings nicht den Weg ins Stadion, da ihre Gruppierung neuerdings „verboten“ wurde. Da 2 ihrer Mitglieder bei einem U23 Spiel negativ auffielen, haben sie nun bei Heimspielen Gruppenverbot. Warum auch immer, meint die Alemannia den FSV mit ihrer Kollektivstrafe unterstützen zu müssen und in Aachen durfte die Senseless Crew ebenfalls nicht ins Stadion. Jegliches Material und Klamotten der Gruppe wurden verboten. Frechheit, warum zieht die Alemannia bei solch sinnlosen Sanktionen mit?

GEGEN ALLE REPRESSALIEN UND KOLLEKTIVSTRAFEN

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Bochum 28.09.11

 
FC Union Berlin - Alemannia Aachen 2:0 28.09.11

Freitagnacht sollte dieses Mal ein völlig überfüllter Karlsbande Doppeldecker uns in die 650 Kilometer weit entfernte Bundeshauptstadt transportierten. Den Abend zuvor verbrachten einige am Tivoli, dessen Abriss nun leider endgültig begonnen hat, andere ruhten sich zu Hause aus oder kamen direkt von Partys zum Bus. Die allgemeine Stimmung der Mitfahrer war durchaus gut und so verlief die Fahrt amüsant und vor allem unproblematisch, sodass man zeitig an der Alten Försterei antraf. Eines der wenigen Stadien in Deutschland, das unserem wahren Tivoli vielleicht im Ansatz Paroli bieten könnte. Traurig, dass man uns so eine Arena vor die Augen gesetzt hat.

Erfreulicherweise gelangte unser angemeldetes Material komplikationslos in den Block und so konnte man sich zentral im unteren Bereich des Blockes platzieren. Die Beflaggung und die Optik allgemein wußten heute sehr zu gefallen. Zu Beginn gab es einige größere Schwenker zu bewundern und die Aachener Fans schmetterten während der ersten Halbzeit einen gelungen Mix aus melodischem Liedgut und Schlachtrufen lautstark auf den Rasen. Man hoffte, unter der neuen Trainerleitung von Friedhelm Funkel, den ersten Saisonsieg einfahren zu können und das merkte man anfangs auch deutlich, sowohl auf den Rängen, als auch auf dem Platz. Stiepermann hatte die Führung in der 20. Spielminute auf dem Fuß und verpasste nur um Zentimeter den Kasten von Glinker. Leider kam es zu wenigen weiteren Tormöglichkeiten auf beiden Seiten und die Unioner waren kurz vor Ende der 1. Halbzeit nach einer Ecke einen Schritt schneller und erzielten die 1:0 Führung. Ein bitterer Schlag für die junge Mannschaft, die die letzten 4 Spiele zwar torlos, aber auch gegentorlos beendete. Mit dem Rückstand wussten sie auch in der 2. Hälfte nicht wirklich umzugehen, während das Selbstvertrauen der Hauptstädter deutlich gestärkt war und diese ordentlich an Gefahr zunahmen. So kam es, dass es lediglich eine erwähnenswerte Chance auf Aachener Seite in Halbzeit 2 gab. Auer, den Trainer Funkel für Stiepermann brachte, vergab nach Vorlage von Radu kurz vor Schluss. Unnötigerweise gab es praktisch im Gegenzug einen gerechtfertigten Elfmeter, den Mattuschka souverän verwandelte. Stimmung am Tiefpunkt angelangt. Fans wütend. 9 Spiele, kein einziger Sieg, 4 Unentschieden und nur 1 Tor geschossen. Wie soll das nur weiter gehen?

Das positivste an dem Tag sollte dann doch die Stimmung auf Aachener Seite gewesen sein, zumindest bis zur Führung der Unioner wurde leidenschaftlich supportet und man konnte sich einige Male Gehör verschaffen. Auch in der zweiten Hälfte wurde weiter versucht, die Mannschaft nach vorne zu peitschen, auch wenn der Block nur selten noch mal wach wurde. Bei der sportlichen Lage natürlich die logische Konsequenz, aber nur gemeinsam ist man stark! Schreit unsere Mannschaft zum Sieg, in guten wie in schlechten Zeiten! Von den Fans der Berlinern wurde man doch eher enttäuscht, bis zur Führung konnte man sie so gut wie gar nicht vernehmen. In den letzten Jahren bekam man in der alten Försterei fast durchgängig lautstarke Lieder auf die Ohren, die fast vom ganzen Stadion getragen wurden. Dies geschah am heutigen Tage allerdings erst ansatzweise nach der Führung zum 1:0 und endgültig dann nach dem Entscheidungstreffer. Ab dann wurde echt das ganze Stadion wach und es herrschte eine Atmosphäre, die man sich nur in jedem Stadion wünschen kann.

Auf Aachener Seite ziemlich aufgeheizte Stimmung nach Abpfiff, da es einige „Alemannen“ wohl nicht für nötig hielten, zum Zaun zu kommen, um die Gemüter zu beruhigen. Wer schlecht spielt, muss auch Kritik vertragen können. Schade, dass sich zum Großteil nur junge Spieler stellten und den aufgebrachten Fans Rede und Antwort standen! Unser Kapitän, der nicht den Weg zu den treuen Anhängern fand, sollte sich schämen!

Anschließend verließ unsere Gruppe dann zügig das Stadion, sammelte die Mitgereisten Stadionverbotler auf und machte das Beste aus dem Tag! Vorteil dieses Samstagsspiels war, dass man sonntags ausschlafen konnte und so feierte man eine schöne Party in unserem Doppeldecker. Nach dieser 24-stündigen Tour erreichte man dann ziemlich erschöpft die Kaiserstadt.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SpVgg Greuther Fürth 0:0 23.09.11

Es sollte gegen den Tabellenführer der zweiten Liga gehen. So gastierten die Kleeblätter am Sonntag in Aachen. Wie jeden Spieltag traf man sich frühzeitig, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. So wurde fleißig gesammelt, um die Kosten der aufwendigen Düsseldorf Choreo zu decken. An dieser Stelle gilt jedem Alemannen, der bei der Durchführung geholfen hat und auch jedem, der durch seine Spende die Choreo finanziert hat, ein dickes Dankeschön. Hoffen wir, dass dieses Jahr noch die eine oder andere Choreo durchgeführt werden kann. Zum Anpfiff gab es bei uns ein Standard-Intro aus diversem Material. Die erste Halbzeit war sehr brisant, so dass der Funken auf die Tribüne hinüberschwappte und zum ersten Mal über größere Strecken eine zufriedenstellende Lautstärke erreicht werden konnte. Besonders das Pfeifkonzert, nach der roten Karte an Manuel Junglas, erinnerte doch stark an frühere Zeiten. So gut es stimmungsmäßig in der ersten Hälfte war, so deprimierender war Durchgang 2. Der Grell ging leider schnell wieder verloren. Sportlich gesehen ist Alemannia immerhin in einer Hinsicht rekordverdächtig: Das vierte Spiel in Folge gab es für die Zuschauer mal wieder keine Tore zu sehen. Daran konnte auch Neuzugang Odonkor bei seinem zweiten Einsatz nichts ändern, auch wenn er es doch schon schaffte, ein wenig Wirbel und Bewegung ins Spiel zu bringen, schnell ist er.

Zum Gästeanhang muss man nicht viele Worte verlieren. Anwesend waren sie, akustisch zu vernehmen jedoch nicht. Dabei waren sie aber durchgängig in Bewegung und hatten optisch einiges zu bieten, es wurde viel mit Fahnen und Schals gearbeitet. Weiterhin hörte man, dass sich 25 Aachener noch etwas persönlicher von den Fürther Ultras verabschiedet haben, die Dank einer Panne noch mit ihrem Bus und Autos auf dem Gästeparkplatz parkten. Netterweise ließen die Kleeblätter noch ein paar Präsente in der Kaiserstadt.

Karlsbande Ultras

 
SC Paderborn - Alemannia Aachen 0:0 12.09.11

Der erste Sieg lässt noch immer auf sich warten, in der Hoffnung, diesen in Paderborn einzufahren, machte sich die Karlsbande, und ein Großteil der Aachener Szene, mit dem Zug auf den Weg in Richtung Paderborn. Die letzte Begegnung blieb einem nicht besonders gut in Erinnerung, auch wenn damals die 3 Punkte entführt wurden, gab es einen ekelhaften Auftritt der Bullerei, welche wegen einer Zaunfahne am Wellenbrecher mit Pfefferspray und Knüppeln den Block stürmten. Würde es diesmal besser werden? Bereits in Aachen knüpfte man den ersten unschönen Kontakt mit den Ordnungshütern, so schien der „Westknaller“ mal wieder ein „Hochsicherheitsspiel“ zu sein. Anscheinend sind die Aachener Pläne des Terroranschlags in Paderborn zur Polizei durchgesickert und man wurde bereits in Aachen von der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (kurz: MKÜ) in Empfang genommen. Mit Sprengstoffhunden wurden die gefährlichen Aachener Hooligans aufs gründlichste durchsucht. Dumm nur, dass Terrorchef Osama Karls Bande den Braten roch und die Selbstmordattentäter zeitig zurück pfiff. Vögel! Auch während der Fahrt, wurde allen Fußballfans der Gang durch den Zug zu sämtlichen, bis auf einer, Toilette versucht zu verweigern, nachdem man zunächst wollte, dass man eben mit jenen Zügen fährt, die mehrere WC’s besitzen, damit nicht so lange Schlangen entsehen. Sinn? Immerhin waren die Kontrollen am Paderborner Bahnhof nicht mehr so streng wie im Vorjahr und es ging zügig ins Stadion. Die Ordner jedenfalls haben ihren Teil gelernt und der Einlass ging weitaus unkomplizierter über die Bühne als zuvor. Im Block platzierte man sich zentral im vorderen Teil des Blocks, welcher mit diversen Zaunfahnen bespickt wurde.

Nach etwa 5 Minuten Spielzeit zeigten wir ein Spruchband mit der Aufsschrift „KINDer brauchen Grenzen. 50+1 erhalten!“. Zu dem Thema muss an dieser Stelle nicht viel gesagt werden, durch die Aufweichung der 50+1 Regel durch Martin Kind ist dies wieder ein aktuelles Thema geworden, wogegen es heißt, was zu unternehmen. Auf dem Grün war vom erhofften Aufwärtstrend nichts zu sehen, ein teilweise grottiges Spiel unserer Mannschaft musste man ertragen, schade, Paderborn wäre sicherlich ein zu schlagender Gegner gewesen. Warum geben sie so langsam Engelbrecht mal keine Chance, Herr Hyballa? Weniger als 0 Tore kann er auch nicht schießen! Immerhin steht die 0 auch hinten, so kann man der Verteidigung auf den ersten Blick erst mal keine großen Vorwürfe machen, vor allem Schlussmann Waterman zeigt gute Leistungen, ihm kann man wieder einmal danken für den Punkt, den er kurz vor Schluss noch mit einer Glanztat festhielt. Auf den Rängen gab es ein gewohntes Bild, die Ultras gaben sich Mühe, der Rest schweigt und guckt. Versuchen wir, das Positive festzuhalten. Die beiden Ultragruppen standen nicht ganz so weit auseinander und versuchten streckenweise, gemeinsam zu supporten, was auch oft klappte. Die Liedwahl war insgesamt ganz gut, auch wenn es einige Wiederholungen gab. Für die Anzahl der am Support beteiligten Personen konnte man hin und wieder eine akzeptable Lautstärke rausholen. Luft nach oben ist noch viel, man muss trotzdem nicht unzufrieden sein, gerade in der aktuell schweren Situation rund um den Verein. Von der Heimseite hat man wie gewohnt nichts mitbekommen, zentral ein paar Fahnen in der Luft, ab und an ein paar Hände oben, akustisch kam nichts rüber.

Nach dem Spiel machte man sich zügig wieder auf dem Heimweg, hatte aber in Dortmund noch einen kleinen Aufenthalt, um auf einige Nachzügler zu warten. Schön, dass es zumindest hier keine Probleme mit Team Green gab. So ging es dann ohne weitere Probleme und Vorkommnisse zurück in die geliebte Kaiserstadt.

Paderborn ist und bleibt scheiße.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Fortuna Düsseldorf 0:0 02.09.11

Naja, also ein wirkliches Spiel mit Derbycharakter ist der Besuch der Fortunen aus Doof-Dorf nun nicht, aber man muss nehmen was man kriegen kann. Allerdings machten sich dennoch Anspannung und gleichzeitig Vorfreude auf diesen Tag bei einem Großteil unserer Gruppe breit, der sich ungewohnt früh um 8 Uhr morgens vor den Toren der Süd traf. Dies lag allerdings nicht am Gegner aus der Landeshauptstadt, sondern eher an der geplanten Choreo auf die viele, fleißige Hände wochenlang hingearbeitet haben. Es dauerte seine Zeit bis die Blockfahne getestet, das Spruchband befestigt und sonstige organisatorische Dinge getätigt waren, doch pünktlich zur Öffnung der Stadiontore war alles soweit fertig und unsere Mitglieder konnten beginnen, jedem Stadionbesucher der Süd eine Fahne mit in den Block zu geben, die beim Einlaufen der Mannschaften Teil der Choreo werden sollte. Weitere Funktionäre unseres Haufens positionierte sich an und um die Eingänge des Stadions herum, um mit Spendendosen dazu beitragen zu können, dass der enorme finanzielle Aufwand der Choreo gestemmt werden kann. Dennoch schaffte es jeder pünktlich ins Innere des Blocks und fieberte der Aktion entgegen, die bei jedem von uns bewirkte, dass die anfänglichen Schweißtropfen verschwanden und uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Alles lief nach Plan und man kann sich zurecht auf die Schulter klopfen. Die Arbeit hat sich gelohnt und manch einer sprach sogar von der besten Choreographie, die es in Aachen jemals gegeben hat. Macht euch selbst einen Eindruck beim Betrachten der Bilder!

Nachdem der Saisonstart eher weniger erfolgreich verlief, war man heute voller Hoffnung, dass der Knoten endlich platzt und der erste Dreier eingefahren wird. Entsprechend motiviert zeigte sich die Süd und konnte hin und wieder eine ordentliche Lautstärke erreichen, auch wenn dies nur bei den üblichen Gassenhauern und Schlachtrufen war. Unser Bereich für sich betrachtet konnte, im Vergleich zu anderen Spielen, leider nicht vollends überzeugen. Auch auf dem Rasen machte Aachen heute einen guten Eindruck. An Kampfbereitschaft, Laufarbeit und Biss haperte es nicht, doch was den Abschluss angeht ist noch einiges an Arbeit erforderlich. Die zweite Hälfte verlief nicht wirklich anders. Chancen auf beiden Seiten, wobei die Fortuna sicherlich die gefährlicheren heraus spielen konnte, doch ein Tor wollte nicht fallen. Somit endete das Spiel erneut Unentschieden für unsere Mannen und wieder mit einem zu Null. Auf den Rängen war die zweite Halbzeit im Vergleich zur ersten eher eine Enttäuschung. Wurde es doch nur phasenweise mal akzeptabel laut, wenn die 5.000 mitgereisten Fortunen darauf hingewiesen wurden mit welchem Verein ihre Eltern sympathisieren oder dass die Farbkombination Rot-Weiß echt scheiße ist! Neben den Pöbeleinlagen entsprach auch die Liedwahl leider nicht ganz unseren eigentlichen Ansprüchen. Lag vielleicht auch daran, dass man selbst in unserem Bereich, der aufgrund der Choreo-Arbeiten bis kurz vor Anpfiff recht leer blieb, einige Kunden erblicken „durfte“, die man sonst bei keinem Heimspiel sieht, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass es Freikarten gab und der „Derbygegner“ aus Düsseldorf zu Gast war. Wäre schön, wenn man euch auch sonst häufiger im Block antreffen würde, um unsere Alemannia lautstark nach vorne zu peitschen.

Von den angereisten Düsseldorfern auf den Rängen wurde man auch eher enttäuscht und hatte aufgrund vorheriger Auftritte die Erwartungen eindeutig höher gesetzt. So erreichten selbst die 4 bis 5 Lieder, die für gewöhnlich von den Fortunen melodisch und lautstark auf den Platz geschmettert werden, keine Lautstärke, die uns deutlich erreichen konnte. Im Stehplatzblock rund um Ultras Düsseldorf war zwar konstant Bewegung zu erkennen, doch auch optisch riss man dort keine Bäume aus und so kann man feststellen, dass man schon weitaus bessere Auftritte im neuen Stadion zu Gesicht bekam.

Abschließend lässt sich sagen, dass es sowohl auf dem Grün als auch auf dem Betongrau noch viel Luft nach oben gibt.

Am 9.9 alle nach Paderborn - Alle mit dem Zug!

Karlsbande Ultras

 
FC Hansa Rostock - Alemannia Aachen 0:0 27.08.11

Nach der nun in dieser Saison wettbewerbsübergreifend schon mittlerweile fünften Pflichtspielniederlage in Folge startete der Auswärts-Spieltag für unsere Gruppe zum wiederholten Male mitten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, da es bekanntermaßen nicht gerade ein Katzensprung von Aachen Richtung Rostock ist. Dadurch, dass der Kick um 18 Uhr werktags stattfinden sollte, war es vielen Aachenern allerdings erneut verwehrt diesem beizuwohnen, denn selbst Ultras müssen sich ihre Brötchen verdienen. An dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön an DFL und Konsorten … NICHT!

Trotzdem erreichte unser für diese Reise doch recht ansehnlicher Haufen die Hansestadt nach stundenlanger, aber gelungener und zumeist feuchtfröhlicher spaßiger Hinfahrt vorzeitig. Auf dem Weg in den Gästeblock nervten fast schon routinemäßig, die in gelben Westen geschmückten Clowns. Trotz Anmeldungen für unsere Materialien markierten die den Dicken und gaben den Ein oder anderen abenteuerlichen Spruch zum Besten. Letztendlich fand dann doch soweit alles den Weg in den Gästesektor, sodass dieser beflaggt werden konnte. Da es, vor allem auswärts, nur zusammen gehen kann, platzierte sich die Karlsbande im Block direkt neben die ACU. Ein schönes Bild, dass beide Ultra-Gruppen aus Aachen endlich noch mal nach längerer Zeit ihre Hauptzaunfahnen direkt nebeneinander positionierten und der entsprechende Anhang sich dort hinter einfand. Dieser legte zu Spielbeginn gut los, um unserer Alemannia die so wichtige nötige akustische Unterstützung zu liefern, doch der FCH erwischte den besseren Start in die Partie. Nicht des zu trotz steckte der ATSV allerdings nicht zurück, sondern erarbeitete sich nach und nach gute Torchancen, wobei das Glück eher auf Seiten der Hansa war, da ein Schuss von Auer 22 Min.) auf der Linie geklärt werden konnte und ein Kopfball unseres Abwehrspielers Olajengbesi (28 Min.) an den Pfosten sprang. Bis zur Pause bot sich den Zuschauern aber insgesamt ein ausgeglichener Wettkampf dar. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild wie in den ersten 45 Min. Die Hanseaten kamen unter anderem durch Lartey besser aus der Kabine, der durch zwei Aktionen vor einem gut spielenden Watermann mächtig Druck aufs Aachener Gehäuse ausübte, aber nicht vollendete. Dann flachte die Chancenquote bis zur 79 Minute ab, bis schließlich der eingewechselte Alemanne Uludag sich ein Herz fasste und aus ca. 30 Metern einfach mal abzog und das Tor leider knapp verfehlte. Gegen Ende des Spiels versuchten beide Mannschaften noch mal den Gegner den Knock Out zu verpassen, indem sie nach weiteren Möglichkeiten für ein Tor suchten und durchaus fanden. So rollte Schieds Ball zu Gunsten unseres Vereins glücklicherweise entlang der Torlinie ganz knapp am alemannischen Kasten vorbei. Im Gegenzug traf auch Yabo nicht das Rostocker Tor. In der Nachspielzeit dann ganz großer Dusel auf Aachener Seite. Innerhalb von nur wenigen Sek. vergaben wieder Lartey und Schied zwei eigentlich Hundertprozentige nach zwei Glanzparaden unseres top haltenden holländischen Torwächters.

Supporttechnisch vernahmen wir einen gewohnt guten Auftritt der Rostocker Fanszene rund um die Suptras, allerdings hatte der ein oder Andere Gast sogar noch ein wenig mehr erwartet. Unserem Block merkte man die Willigkeit zum Support an und so konnte man bis auf ein paar Ausnahme-Phasen durchaus über das ganze Spielgeschehen hinweg auch ohne Tor emotionsgeladene Momente verzeichnen, wobei eine Steigerung gegenüber zu den letzten Auswärts-Spielen ganz klar bemerkbar war. Nach dem Schlusspfiff richteten wir noch schnell ein paar Grüße an den nebenliegenden Block, um ihn zu zeigen, was wir von ihrer Ost-Stadt halten. Anschließend wartete man noch eine gewisse Zeit vor dem Stadion im Gästekäfig auf eine mögliche Antwort der Rostocker, aber Fehlanzeige. Anschließend machten wir uns wieder in unserem zwei-stöckigem vollen Partybus auf, um die nicht ganz ohne Polizei auskommende Rückfahrt in die Kaiserstadt zu bestreiten.

Als Fazit kann man festhalten, dass dieser erkämpfte Punkt ein wichtiges Signal der Mannschaft Richtung Fans war, dass sie sich nicht kampflos geschlagen gibt. Auf diesem Ergebnis kam man auch ohne Sieg aufbauen, allerdings sollten jetzt gegen Düsseldoof und die darauf folgenden Spiele dringend gepunktet werden, um am Ende der Saison schlimmeres abwenden zu können. Passend dazu sei jeder Aachener Fan aufgerufen gegen Düsseldoof die Mannschaft so gut es nur möglich ist zu unterstützten, denn nur gemeinsam kann Alemannia Aachen in dieser Saison bestehen.

Auf geht´s Aachen kämpfen und siegen!!!

Karlsbande Ultras

 
Infostand gegen Düsseldorf 24.08.11

Gegen Fortuna Düsseldorf wird es den Karlsbande Infostand am Fantreff geben. Dieser wird aus dem Fenster in den Innenraum vom Stadion gemacht. Dieses erreicht ihr im Stadion zwischen den Aufgängen zu S3 und S4. Dort findet ihr Ansprechpartner unserer Gruppe, könnt alle Artikel erwerben, die Banderole abholen und euch für Busse, sowie bei der Karlsbande, anmelden.

 
Alemannia Aachen - Energie Cottbus 0:2 16.08.11

Nach 3 Niederlagen im Ligabetrieb und dem Aus im Pokal sollten nun heute gegen die Lausitzer die ersten Punkte aufs Konto gebucht werden. So richtig optimistisch waren dabei aber nicht viele. Wie man nachher sehen konnte, auch zu Recht. Relativ früh traf man sich also wieder am provisorischen Treffpunkt vor der alten Heimat, dem S-Block. Wie gerne schweift man doch in alten Erinnerungen einer vermeintlichen besseren Zeit. Wirklich rund lief es rund um den Verein ja nie, aber derzeit muss man sich doch ernsthafte Sorgen machen. Ähnlich schlecht der aktuelle Szenetreff, auch hier wird es höchste Zeit, dass sich etwas bewegt.

Im Stadion spielte man vor angeblich knapp 14.000 Zuschauern. Nur wo waren die alle während des Spiels? Beim Blick auf die Tribünen konnte man die wunderschönen Sitzschalen bestaunen, die nicht durch lästige Gäste verdeckt wurden. Traumhaft. Beim warm machen der Mannschaft hing ein Spruchband mit der Aufschrift „Zusammen aus dem Tabellenkeller ist unser Ziel, Mannschaft und wir, Spiel für Spiel“ zur Aufmunterung der Mannschaft am Zaun. Dieses wurde kurz vor Spielbeginn in Richtung Zuschauer gewendet, um auch der Kurve zu zeigen, dass wir aus der aktuellen Situation nur gemeinsam wieder heraus kommen. Eng zusammen stehen heißt es jetzt, auch wenn auf der Tribüne reichlich Platz vorhanden ist.

Eine Doppelhalterparade mit einigen wenigen Schwenkern zierte den Bereich der Karlsbande zum Einlaufen der Akteure. Das Spiel wie gewohnt, diesmal mit 0:2, verloren. Dazu kam noch eine Gelb-Rote Karte als Sahnehäubchen. Stimmungsmäßig sicher nicht einer der besseren Spiele, wenn man aber bedenkt, in welcher Situation sich der Verein befindet, und wie motiviert die Kurve dadurch ist, war es doch ganz in Ordnung. Bis Cottbus den Sack zu machte, versuchte man irgendwie, die junge Mannschaft nach vorne zu peitschen. Gerade nach dem ersten Gegentreffer kochten doch einige Emotionen über, es wurden gar sonst fehlende Emotionen frei gesetzt, welche doch eine gute, grelle, aggressive Stimmung bewirkte, die sonst so oft fehlte. Nach dem 0:2 verloren jedoch die meisten die Hoffnung und es wurde still auf der Süd.

Der Anhang der Lausitzer überraschte heute doch recht positiv. Hören konnte man von ihnen zwar nichts, aber im Vergleich zu den Jahren zuvor, machte der Block optisch schon was her. Immerhin ca. 400 Cottbusser verirrten sich in den tiefsten Westen. Am Rande des Blocks hingen 2 Banderolen mit der Aufschrift Energie Cottbus, welche den Block etwas verkleinerten. Zu Beginn füllten Schwenker, wie Doppelhalter, den gesamten Block der Rot-Weißen. Nett.

Nach dem Spiel versuchten einige noch, in der Innenstadt und auf dem Bend ihre miese Laune zu verbessern. Ansonsten kann man nicht mehr viel sagen. Jetzt bloß nicht den Kopf hängen lassen, es wird Zeit, eine Einheit zu werden und allen zu zeigen, was in Aachen steckt. Es kommen auch wieder bessere Zeiten!

ZUSAMMEN AUS DEM TABELLENKELLER!
ALLE NACH ROSTOCK! JETZT ERST RECHT!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Paderborn 15.08.11

 
Szenetreff gegen Cottbus 11.08.11

Gegen Cottbus wird sich die Karlsbande erneut vor den Pforten des wahren Tivolis treffen. Dort wird es ebenfalls einen Karlsbande Infostand, sowie einiges an Gerstensaft geben. Auch nach dem Spiel öffnet der Stand als Anlaufstelle und Szenetreffpunkt.

Dies ist natürlich nur eine Übergangslösung, wir suchen weiterhin nach einem Grundstück in Stadionnähe! Ideen für einen geeigneten Standort nehmen wir gerne über info@karlsbande.de entgegen.

Szenetreffpunkt

Wo?
Vorplatz des alten Tivolis
Wann?
Ab 10 Uhr und nach dem Spiel
 

 
FC St. Pauli - Alemannia Aachen 3:1 11.08.11

Nach 2 Pleiten in der Liga und dem Aus im Pokal hieß es nun auswärts in St. Pauli anzutreten. Mit gemischten Gefühlen erwartet man das Spiel. Ohne große Hoffnungen, aber dem eigentlichen Zwang, hier was Zählbares zu holen, blickte man dem Spiel entgegen. Die Karlsbande reiste diesmal nicht ganz geschlossen an. Ein Teil nutze die günstige Möglichkeit, mit der Bahn anzureisen, der Rest verteilte sich auf Bullis und Autos. Am Stadion traf man sich und enterte gemeinsam den Gästeblock. Das anstehende Zweitligaduell war aber nicht das einzige Ereignis an diesem Freitagabend rund um die Reeperbahn. Die große Hamburger Kirmes „Dom“ zog auch viele andere ins Einzuggebiet der Spielstätte, wodurch insgesamt eine Menge rund ums Millerntor los war.

Die Einlasskontrollen waren okay, die vermeintlichen „Erfinder“ des sog. St. Pauli Modells führen dies ziemlich konsequent. Da in den letzten Jahren in Pauli keine Pyrotechnik abgebrannt worden ist, wurde tatsächlich alles erlaubt, was wir angemeldet haben. Die Ordner vor den Pforten des Millerntor schauten sich zwar das ganze Material an, aber insgesamt gab es keine Komplikationen.

Im Block erwartete uns diesmal ein, für den Aachener Allesfahrer, ungewohnter Anblick, der Block vom 500 Km entfernten Aachen war diesmal relativ gut gefüllt, wobei man die meisten Gesichter nicht kannte. Pauli zieht halt viele Touristen, aber so war es ja schon immer. Nach einigem Hin und Her, sowie Absprachen mit anderen Gruppen, stellte sich ein Großteil der Aachener Szene in den rechten größeren Block, um zusammen und geschlossen hinter unserer Alemannia zu stehen. Eingeläutet wurde das Spiel unsererseits mit einigen größeren Schwenkfahnen und einem buntem Mix aus Doppelhaltern, ein netter Anblick. Bevor der Schiedsrichter den Startschuss gab, gedachte man noch einem verstorbenen Spieler von St. Pauli, passend dazu gab’s ein Banner auf der Heimseite: „Harald Stender, you’ll never walk alone“.

Was soll man zum Spiel noch großartig sagen, gewohnter Ablauf, Aachen ging in Führung, Hoffnung machte sich breit und am Ende verliert man natürlich wieder mit 3:1. Insgesamt kein ganz schlechtes Spiel, der Spielaufbau funktioniert gut, nur vorne geht letztlich nichts und hinten lässt man sich verarschen, das reicht derzeit einfach nicht aus, auch wenn man den Jungs bestimmt keinen Vorwurf machen kann, nicht genug zu geben. Der Lichtblick des Tages war dann aber doch noch, dass die Mannschaft sich nicht nur schnell verabschiedete und in die Kabinen verschwand, sondern sich den aufgebrachten Fans stellte. Für ein junges erfolgloses Team bestimmt nicht einfach, dabei wurden auch einige Emotionen frei gesetzt. Nur als eine Einheit schaffen wir es, uns aus der aktuellen Lage zu befreien, es darf sich keiner unterkriegen lassen, es sind erst 3 Spieltage vorbei, also weiter machen!

Stimmungsmäßig konnte man während des Spiels keine Bäume raus reißen, gerade wenn man bedenkt, wie viele Aachener den Weg in den Gästesektor gefunden haben. Zwischenzeitlich konnte man sich dennoch immer wieder Gehör verschaffen. Die üblichen paar bemühen sich um Stimmung, der Rest war wohl in Gedanken schon auf der Reeperbahn. Ganz anders St. Pauli. Sie zeigten phasenweise einen ordentlichen Heimauftritt. Der Stehplatzbereich rund um Ultrà St. Pauli zog fast komplett mit und war erstaunlich viel in Bewegung. Die Liedwahl wusste zu gefallen und es wurde ebenfalls hin und wieder eine gute Lautstärke erzielt, selbst bei den melodischen Klängen. Es gab noch ein paar Spruchbänder auf den Rängen der Paulianer zu betrachten, dabei wurde unter anderem die Anstoßzeitproblematik aufgegriffen.

Nach dem Spiel begab sich noch eine Abordnung auf die Erlebnismeile in der Hansestadt. Dort konnte man sich bei reichlich Bier noch ordentlich austoben, bevor auch dieser Tag ein Ende fand.

KOPF HOCH, KÄMPFEN & SIEGEN!

Karlsbande Ultras

 
Karlsruher SC - Alemannia Aachen 3:1 08.08.11

Der DFB Pokal ist immer ein schöner Wettbewerb, gerade auch für die etwas kleineren Clubs, gerade der Alemannia bereitete er schon des Öfteren schöne Momente und Erfolge. Mal abgesehen von den Finalteilnahmen, selbst in der vergangen Spielzeit sah man schöne und mitreißende Spiele in der Kaiserstadt. Dieses Saison meinte es das Glück aber wohl nicht so gut mit uns, die erste Runde bescherte uns eine Tour zum KSC, das wohl schlechteste Los, kein besonders attraktiver Gegner, vor allem da man gegen die Karlsruher bereits in der Liga antreten muss, dazu eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, das Turnier frühzeitig beenden zu müssen. Dennoch war man heiß, die in der Liga noch erfolglose Mannschaft zum Siege zu schreien und 2 volle Karlsbande Busse rollten Richtung Wildpark.

Schon im Vorfeld gab es ein wenig Aufregung rund um das Spiel, denn eine neue Technik der Überwachung sollte im Gästeblock getestet werden. Dabei werden die Gesichter aller Besucher gescannt und mit einer Datenbank abgeglichen, dass somit sofort alle Daten über die gescannten Personen zur Verfügung stehen. Beängstigend, wenn man die Tendenzen beobachtet, leben wir bald in einem reinen Überwachungsstaat. Immerhin konnte diese Aktion bereits im Vorfeld abgewendet werden. Dennoch gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Aktion, ins Leben gerufen durch die Heimfans. Diese Aktion wurde natürlich vom Aachener Anhang mit getragen, so wurde ein Spruchband „Gesichtserkennung? Nicht mit uns!“ gezeigt und Pappteller mit aufgemalten Augen und Mund vor das Gesicht gehalten.

Wir positionierten uns zentral im Block hinter unseren Fahnen. Zum Einlaufen der Mannschaft gab es ein paar Schwenker auf unserer Seite. Der Support heute war, wie meistens in der letzten Zeit, dreigeteilt. Die beiden Ultragruppen singen kaum zusammen, der Rest schaut zu. Das ist auf keinen Fall eine Lösung für die Ewigkeit. Der Support innerhalb unserer Truppe hingegen war phasenweise sehr stark und hat Spaß gemacht. Zu Beginn legten wir sehr gut und brachial los. Zwischenzeitlich waren immer gute Phasen, wo alle richtig gut ausgerastet sind, so muss das immer sein. Natürlich ist es schwer, dieses 90 Minuten aufrecht zu erhalten, gerade da das Spiel ja seiniges dazu beiträgt und es sportlich eher mager aussieht.

Bereits in der 6. Minute gingen die Schwarz-Gelben in Führung, so dass man sich anfangs doch ernsthafte Hoffnungen machen konnte. Doch das Spiel kippte nach Toren in der 26. und 83. Minute. Mal wieder vergaben die Aachener viele gute Chancen und konnten dem Ergebnis letztlich nur hinterherlaufen, so dass man sich kurz vor Schluss noch das 3:1 fangen musste. 3 Spiele, nichts Zählbares eingefahren und nur ein Tor geschossen, muss man sich anfangen Sorgen zu machen? Hoffen wir, dass sich bald was tut und auch unsere Stürmer das Glück wieder für sich finden.

Karlsruhe zeigte zu Beginn eine nette Choreo zum Pokalwettbewerb unter dem Motto „Lebt unseren Traum“. Der Auftritt rund um den Block der Ultras ging in Ordnung. Immer wieder konnte man die Blau-Weißen mit Schlachtrufen, sowie melodischem Liedgut vernehmen.

Noch vor dem Spiel erreichte uns die Nachricht, dass unserer Gruppe demnächst wieder ein paar Stadionverbote drohen. Bestreitet ihr gerade einen Feldzug gegen uns, liebe Ordnungshüter? Repressionen machen uns nur stärker, Ehre allen Stadionverbotler, wir sind immer bei euch! Ultras sterben nie!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Eintracht Braunschweig 0:2 30.07.11

Manchmal gibt es so Tage, die einfach nur zum Vergessen sind. Der Tag des ersten Heimspiels der neuen Spielzeit gehörte definitiv dazu. Aber alles der Reihe nach.

Nachdem man nach langer Zeit am Spieltag noch mal halbwegs ausschlafen konnte, gespielt wurde heute erst um 15:30, sammelte man sich vor dem einzig wahren Tivoli, da wir in Ermangelung einer Räumlichkeit leider derzeit keinen Szenetreff organisieren können. Hier muss sich dringend was ändern denn so kann das nicht weitergehen! Gut, dass die Sozialarbeit in der Aachener Fanszene sich so rührend darum gekümmert hat während der Sommerpause...
Unverhältnismäßig früh machte man sich jedoch auf den Weg ins Stadion. Schließlich war heute der erste Tag im neuen, vergrößerten Karlsbande Bereich und der wollte früh gesichert werden.

Genug der Vorbereitungen. Die weiße Kugel sollte bald die ersten Meter auf dem frischen Grün rollen und auch für die Verrückten auf den Rängen startete das erste Heimspiel. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigten unsere Gäste eine kleine Choreo im Gästeblock, bestehend aus gelben und blauen Fähnchen und mehreren Spruchbändern. Leider konnte man, sicherlich auch aufgrund der beschissenen Bauweise des Blockes, nicht alles lesen. Sah aber ganz gut aus. Die erste Viertelstunde lief auf Heimseite wirklich gut. Der neue Bereich war gut drauf und konnte sich durch eine hohe Mitmachqoute und angemessener Lautstärke Gehör verschaffen. Leider netzten unsere Gäste aus Niedersachsen bereits in der 15. Minute zum 0:1 aus Aachener Sicht ein und, wie so oft, machte sich auch bei diesem Rückstand eine allgemeine Trägheit im Block breit, die auch nicht mehr zu weichen schien. Die Mannschaft auf dem Rasen trug allerdings auch nicht zur Verbesserung bei, im Gegenteil. Fußball war das jedenfalls nicht. Kurz vor Schluss kassierten wir auch noch das 0:2. Ganz anders auf der Gegenseite. Braunschweig zeigte einen guten Auftritt und machte sich mehrere male lautstark bemerkbar.

Mitte der zweiten Hälfte erreichte uns allerdings eine Nachricht aus der Ostkurve, die all das zweitrangig machte. Ein älterer Mann war zusammen gebrochen und musste von Sanitätern behandelt werden. Leider vergeblich. Der Mann starb noch im Stadion. Aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen an dieser Stelle. Der Tag war damit nicht nur sportlich, sondern auch auf den Rängen gelaufen, denn aus Respekt stellte man den Support umgehend ein und die Fahnen und Transparente wurden niedergelegt.

Wie gesagt, ein Tag zum Vergessen und es bedarf auch keinerlei weitere Äußerungen dazu.
Alle nach Karlsruhe!

Karlsbande Ultras

 
Szenetreff gegen Braunschweig 20.07.11

Da wir leider noch keine feste Räumlichkeit haben, treffen wir uns zum ersten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Eintracht Braunschweig auf dem Vorplatz des alten Tivolis vor dem Eingang zum S Block. Hier wird es den Karlsbande Infostand geben und es besteht die Möglichkeit, die Zeit vor dem Spiel gemeinsam zu verbringen. Gute 2 Stunden vor Anpfiff werden wir dann geschlossen ins Stadion gehen, um unseren Platz einzunehmen.

Auch nach dem Spiel öffnet der Stand als Anlaufstelle und Szenetreffpunkt.

Szenetreffpunkt

Wo?
Vorplatz des alten Tivolis
Wann?
Ab 12 Uhr und nach dem Spiel

Karlsbande Ultras

 
BSG Wismut Aue - Alemannia Aachen 1:0 20.07.11

Das Warten hat ein Ende, der Ball rollt wieder in Liga 2. Wobei die sommerliche Pause diesmal wahrlich kurz ausgefallen ist, so früh fiel der Startschuss für die neue Spielzeit noch nie. Diesmal unnötigerweise 2 Wochen früher als die oberste Spielklasse, da können die Fernsehanstalten ja noch ein wenig mehr Geld absahnen als bisher. Perfekt auch für alle, die bei ihrem Urlaub auf die Schulferien angewiesen sind, startet die Saison diesmal bereits eine Woche vor Beginn dieser. Ein längerer Urlaub ist somit für den Allesfahrer unmöglich. Danke DFL! Ansonsten meinte es die DFL mit der Terminierung der ersten 3 Begegnungen ausnahmsweise mal gut mit uns, an einem wunderschönen Samstagnachmittag mussten unsere Kicker im Erzgebirge gegen Wismut Aue antreten. Für unsere Gruppe ging es in den frühen Morgenstunden in Aachen los, so dass die meisten ohne ihren allnächtlichen Schlaf im Bus Platz nahmen. Mit den neuesten Hits der sommerlichen Festivals rollte ein vollgepackter Karlsbande Doppeldecker gen Osten. Zeitig erreichte unser motivierter Haufen das Erzgebirgsstadion und enterte die Stadiontore. Die Einlasskontrollen fielen dieses Jahr wesentlich lockerer als in den Jahren zuvor aus. Lediglich wegen 2 größeren Schwenkern gab es ein wenig Diskussionen, aber sie fanden letztlich auch noch den Weg ins Stadioninnere. Insgesamt also eine deutliche Verbesserung des Ordnungspersonals. Im Block stellten wir uns zentral und beflaggten den Bereich vor uns, unter anderem sah die neue Tivoli-Stadion Fahne, welche für das letzte Pflichtspiel am ehrwürdigen Tivoli gegen Schwarz-Weiß Essen gemalt wurde, ihr erstes Profispiel. Aachen Ultras platzierte sich leider, genau wie in der vergangenen Saison immer wieder, abseits isoliert am Rande des sehr langgezogenen Blocks. Dies ergab mal wieder ein traumhaftes Bild.

Zum Intro gab es unserseits einige kleine und größere Musterschwenker. Der Support ging diesmal nicht so heiß her, wie die örtlichen Temperaturen, die doch einige ins schwitzen brachten. Das Stadion mit seiner offenen und weiten Bauweise ist natürlich auch nicht allzu förderlich in Punkto Support, gerade wenn der Gästebereich mit seinen 200 Mann nur spärlich besetzt war. Dennoch war der Ultrahaufen stets bemüht und hin und wieder konnten auch die restlichen Anhänger animiert werden. Ein gemeinsamer Support von allen Alemanniafans ist derzeit aber leider nicht möglich, da eine Gruppe sich nicht mal in Sachen Support arrangieren will und lieber ihr komplett eigenes Ding durchziehen möchte. Vielleicht haben sie sich ja in der „Ball“ Sportart vertan und suchen am Sonntag gegen Braunschweig vergeblich ihresgleichen. Zwischenzeitlich schmückte man den Block noch mit einem Auer Souvenir aus älteren Tagen, welches aber nicht allzu lange heile blieb.

Auf dem Grün sahen wir doch ein recht ansehnliches Spiel unserer jungen Akteure, die mit 4 Neuzugängen aufliefen. Über weite Phasen hatte man den Gegner unter Kontrolle und konnte sich einige gute Chancen erspielen, die aber leider nicht zum Torerfolg führten. Der Abschluss muss noch ein wenig trainiert werden. Umso bitterer, dass die Auer quasi aus dem Nichts den neuen Schlussmann Watermann bezwangen, der allerdings bei dem abgefälschten Gegentreffer chancenlos war und auch sonst ein gutes Spiel absolvierte. Das knappe 1:0 aus der 53. Minute blieb auch leider der Endstand. Dennoch lässt sich auf die Leistung aufbauen, so dass am Ende auch keiner der mitgereisten Fans wirklich sauer auf die Mannschaft war und ihnen noch aufbauende Worte mit in die Kabine gaben. Damit kann man, wie in den Jahren zuvor, mal wieder nichts zählbares aus dem Erzgebirge entführen, bleibt zu hoffen, dass die Saison ähnlich positiv verläuft wie das letzte Mal, als man sich am ersten Spieltag in Aue geschlagen geben musste.

Die Stimmung auf Auer Seite konnte nicht wirklich überzeugen. Lediglich der Haufen in Block P war überwiegend in Bewegung, doch trotz Dach im Nacken konnte man sie nur spärlich vernehmen. Zu Beginn gab es eine nette Choreo zum 15 jährigen Bestehen des Fanprojektes Aue. Dazu gab es ein großes Spruchband und 3 Block- / Hochziehfahnen.

Nach dem Spiel schloss man die mitgereisten Stadionverbotler wieder in die Arme, welche immerhin an einem günstigen Plätzchen ein wenig vom Spiel erhaschen konnten. Gemeinsam machte man sich dann wieder auf den Rückweg in die geliebte Kaiserstadt.

Karlsbande Ultras

 
Stimmungsblock Saison 2011/2012 29.06.11

Hallo Alemanniafans, hallo S3,

in wenigen Wochen beginnt die neue Saison 2011/2012. Genau wie ihr, fiebern auch wir dem Startschuss in die neue Spielzeit entgegen. Lange genug wurden die Stimmen geschont, bald heißt es wieder, lautstark und treu, ganz nach Alemannen-Sitte, unseren Verein nach vorne zu peitschen. In der letzten Saison hat sich einiges in der Aachener Szene getan, es gab viele positive Tendenzen, aber immer noch gibt es viele kleine Grüppchen und Eigenbrodler, leider auch im Block. Auf unserer großen Tribüne droht man dadurch unterzugehen, da jede kleine Gruppe im Großen zu versinken droht und kaum wahrgenommen wird. Zu dem Zustand wurden sich reichlich Gedanken gemacht, aus der Kurve kann man noch deutlich mehr raus holen. Selbstverständlich können nicht alle Fans bei jedem Thema auf einen Nenner kommen, aber bei der Unterstützung der Mannschaft sollte man sich doch einig werden, denn nur gemeinsam sind wir laut und davon profitieren auch die Akteure auf dem Rasen. In dieser Hinsicht muss jeder einmal über seinen eigenen Schatten springen können. Man sollte auch aufhören, die Atmosphäre mit der im alten Tivoli zu vergleichen und diesem nur hinterher zu trauern. Der Tivoli ist ein bedeutendes Stück Alemannia Geschichte, jetzt liegt es an uns, etwas Neues aufzubauen, und das wollen wir, die Karlsbande, mit euch gemeinsam schaffen! Bei einigen Spielen in der letzten Saison konnte man sehen, was man aus diesem Block, bzw. der Kurve rausholen kann, wenn man die Kräfte bündelt und zusammen loslegt! In der kommenden Saison wollen wir weiter den Stimmungsblock im oberen Teil von S3 ausbauen. Jeder supportwillige Aachener sollte sich zum Kern der Süd gesellen, wenn ihm etwas an der lautstarken Unterstützung der Mannschaft liegt. Hier werden wir allen entgegenkommen und uns ein wenig verbreitern und verteilen, indem wir einen Wellenbrecher weiter nach unten gehen. Wir wollen natürlich keine Leute von ihrem angestammten Platz vergraulen, wir werden uns lediglich besser verteilen, um oben eine größere Masse zu erreichen. Ihr seid gern gesehen, uns bei diesem Projekt zu helfen! Es ist schon klar, dass es anfangs schwer ist allen recht zu machen, doch wir sehen dieser Aufgabe mit Zuversicht entgegen, um wieder mehr Öcher Flair ins Stadion zu zaubern, mit allen Facetten, die die Öcher Stimmung ausgemacht hat. Wir wollen hiermit keinesfalls der Vormund aller Fans sein, wir wollen einen Stein ins Rollen bringen! Springt über euren Schatten und lasst uns versuchen in Aachen gemeinsam was zu schaffen!

AUF AUF IHR ALEMANNEN!
ALLE SUPPORTWILLIGEN IN DEN OBEREN BEREICH VON S3!

 
Saisoneröffnung 27.06.11

Bei der Saisoneröffnung der Alemannia, am Sonntag den 3. Juli, wird es zwischen 12 und 17 Uhr einen Karlsbande Infostand auf dem Vorplatz des neuen Stadions geben. Hier besteht die Möglichkeit, bekannte und neue Merchandise Artikel zu erwerben. Außerdem können sich Interessenten über unsere Gruppe informieren und austauschen, sowie für die kommende Saison anmelden.
Vorbeischauen lohnt sich!

Die Kommerzveranstaltung „Derby-Cup“ am darauffolgenden Montag wird von uns als Gruppe nicht besucht.